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23:17 20.12.2018
Schlangenmädchen aus China: Die jungen Artistinnen beeindrucken mit ihren Verrenkungen die Zuschauer im Zelt. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Der Atem stockt einigen Zuschauern, als sich Dony Jong einhändig auf der Armlehne des obersten Stuhles auf einem meterhohen Stapel balanciert. Der 17-Jährige Chinese hat die weißen Stühle bis unter die Zeltdecke aufeinander gestellt und ist der Top-Act des diesjährigen Weihnachtscircusses auf dem Schützenplatz – und mit seiner Stuhlakrobatik ein Klassisker der chinesichen Artistik.

Weltklasseakrobaten aus China

30 Jahre ist es her, dass der chinesische Nationalcircus zum ersten Mal nach Hannover kam und hier anlässlich seiner Weltpremiere Station machte. Zum Jubiläum treten die Artisten in diesem Winter in Hannover auf. Normalerweise findet in dem mit Lichterketten dekorierten Zelt, das der Veranstalter Grandezza Entertainment seit drei Jahren auf dem Schützenplatz aufbauen ein Wettkampf der Weltklasseakrobaten und Artisten statt. „In diesem Jahr konnten wir erst später auf den Platz – deshalb haben wir kein eigenes Programm aufgestellt, sondern den ganzen chinesischen Nationalcircus nach Hannover geholt“, erklärt Meike Schütte von Grandezza Entertainment. Am Donnerstagabend feierte der Weihnachtscircus mit dem chinesischen Nationalcircus und seinen 30 Artisten Premiere.

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Waghalsige Pyramiden und Akrobatik

Die Artisten sind nach 30 Jahren natürlich nicht mehr dieselben, doch die Seele des chinesischen Nationalcircusses ist geblieben und die Artistik in den drei Jahrzehnten noch perfektioniert worden: Chinas Akrobatiktalente beeindrucken die rund 1000 Zuschauer in dem 13 Meter hohen Zelt mit farbenfrohen und aufwendigen Kostümen, fantastischen Figuren, waghalsigen Pyramiden und hinreißenden Balanceakten.

Die Künstler stammen aus der Provinz Hunan, die bekannt ist für ihre Stickarbeiten. Das Bühnenbild greift diese Fingerfertigkeiten auf und zeigt eines der Bilder dezent beleuchtet am Rande der Manege. Faszinierte Blicke des Publikums ziehen die Schlangenmädchen mit ihren Verbiegungen, Diabolo-Choreografien, Kerzen-Balancen und feinen Tänzen auf sich. Angeleitet werden sie von der preisgekrönten Artistin Sun Qing Qing. Die 30-Jährige nennt sich selbst „Großmutter der Schlangenmädchen“ und hat mit den jungen Artisten in der Provinz Hunan eigens für Hannover die Show inszeniert. Mit dem Drachentanz und einer Parade der prächtigen Kostüme bringt die Truppe des Circusses nicht nur fernöstliche Kunst mit, sondern sorgt auch für ruhige Momente in ihrer Weihnachtsshow.

Bis 31. Dezember gastiert der Weihnachtscircus auf dem Schützenplatz. Vorstellungen sind täglich (außer montags) um 15.30 und 19.30 Uhr, Tickets kosten 22,90 bis 45,90 Euro.

Von Tomma Petersen

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