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Hannover Warum steht die Wildwasserbahn noch auf dem Schützenplatz?
Nachrichten Hannover Warum steht die Wildwasserbahn noch auf dem Schützenplatz?
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21:13 26.07.2019
Wartet auf eine lange Reise: Die Wildwasserbahn soll demnächst in Riad für Spaß sorgen. Quelle: Irving Villegas
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Hannover/Riad

Die Wildwasserbahn, die zuletzt auf dem Schützenfest in Hannover aufgebaut war, zieht es in die weite Welt. Wie Inhaber Thomas Meyer vom Schaustellerbetrieb Meyer & Steiger gegenüber der HAZ bestätigt, wurde der Schützenfest-Klassiker nach Saudi-Arabien verkauft. Damit war der diesjährige Einsatz auf dem Schützenplatz auch der letzte Besuch in Hannover. 25 Jahre war die Wildwasserbahn in Europa unterwegs. „Auf der einen Seite bin ich sehr traurig, auf der anderen freue ich mich auf das Neue“, sagt Meyer. Die Unterhaltskosten machten den Schritt am Ende nötig.

Der Verkauf ist auch der Grund, weshalb die 21 Meter hohe und 400 Tonnen schwere Wildwasserbahn drei Wochen nach dem Ende des Schützenfestes noch immer auf dem Schützenplatz aufgebaut ist. „Sie musste nochmals eine Sicherheitsprüfung durchlaufen“, sagt Meyer. Zwei Tage wurde die Anlage vom TÜV untersucht und abgenommen. Dafür genehmigte die Stadt dem Schaustellerbetrieb, die Wildwasserbahn länger stehen zu lassen. Ende Juli soll sie dann für immer aus Europa verschwunden sein. „Wegen der Hitze warten wir mit dem Abbau noch ein paar Tage“, sagt Meyer.

Saudische Königsfamilie kauft Wildwasserbahn

Nach seinen Angaben steckt niemand Geringeres als die saudische Königsfamilie hinter dem Deal. „Sie investiert gerade sehr viel in den Freizeitbereich“, sagt Meyer. Auch andere Fahrgeschäfte wechseln demnach ins Königreich. In Kooperation mit einem britischen Investor wird die Wildwasserbahn ihre neue Heimat im Mittleren Osten finden. Ende Juli soll die Anlage komplett abgebaut sein, dann wird sie nach Dschidda gebracht und von dort weiter in die Hauptstadt Riad. „Im September bin ich beim Aufbau vor Ort dabei“, sagt Meyer. Über die Verkaufssumme haben alle Parteien Stillschweigen vereinbart.

Die Wildwasserbahn befand sich 25 Jahre im Besitz des Schaustellerbetriebs Meyer & Steiger. Quelle: Michael Thomas

Leicht gefallen ist dem Schausteller die Entscheidung nach eigenem Bekunden nicht: „Die Wildwasserbahn ist mein Leben“, sagt Meyer. Die gestiegenen Unterhaltskosten machten den Betrieb der Anlange am Ende aber nicht mehr rentabel. „Ich meine damit nicht die Besucherzahlen“, sagt Meyer. 2019 kamen lediglich 850.000 Menschen zum Schützenfest. Der Löwenanteil seien vielmehr die anfallenden Transportkosten gewesen. Nach Wegfall der Sonderkonditionen für Schausteller bei der Bahn sei die Beförderung immens teuer geworden. Die Anlage wird auf 38 Container aufgeteilt, „wir haben immer die Schiene zum Transport genutzt“, sagt Meyer.

Schausteller Meyer: „Wir bleiben dem Schützenfest erhalten“

Die durch den Verkauf entstandene Lücke soll definitiv wieder gefüllt werden – nur womit ist offen. „Ich gönne mir jetzt aber erst einmal etwas Ruhe“, sagt Meyer. In der Zeit will er überlegen, welchen Ersatz es geben könnte. Außerdem hat der Schaustellerbetrieb weiterhin das größte transportable Riesenrad der Welt in seinem Fuhrpark. Die eigene Doppelloopingbahn ist darüber hinaus zurzeit am Wiener Prater aufgebaut. Daher wird Meyer Hannover wohl auch in Zukunft nicht den Rücken zukehren: „Wir bleiben dem Schützenfest erhalten.“

Von Peer Hellerling

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