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22:37 22.03.2017
Von Bernd Haase
Greenpeace kritisiert vor allem die Schadstoffbelastung der Luft in Hannover. Quelle: dpa/Alexander Rüsche (Symbolbild)
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Hannover

Wegen der schlechten Luft, für die vor allem der Straßenverkehr verantwortlich sei, belegt Hannover in einer neuen Greenpeace-Studie, die der HAZ vorliegt, unter 14 Großstädten nur den vorletzten Platz. Schlechter schneidet nur Düsseldorf ab. Sieger ist Berlin vor München und Köln.

„Städtischer Raum ist zu kostbar, um einen Großteil davon einem ineffizienten Verkehrsträger wie dem Auto zu widmen“, sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Daniel Moser. Viele Städte wüssten das, änderten die Dinge aber mit sehr unterschiedlicher Konsequenz. In die Wertung flossen 22 Indikatoren ein, verteilt auf die Kategorien „Neue Mobilität“ (beispielsweise Car-Sharing-Angebote), „Umwelt und Gesundheit“ (darunter fällt die Luftqualität) und „Erreichbarkeit des Nahverkehrs“.

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Auf den ersten Blick lesen sich die Resultate für Hannover nicht schlecht. So entscheiden sich in der Landeshauptstadt trotz steigender Autodichte mehr Verkehrsteilnehmer für Rad, Bus und Bahn als im Bundesschnitt. Dem Car-Sharing-Angebot attestieren die Tester Spitzenniveau; bei der Erreichbarkeit des Nahverkehrs liegt Hannover immerhin noch im vorderen Drittel.

Dieses recht positive Bild wird aber nach Einschätzung von Greenpeace außer durch das im Stadtvergleich schlechteste Leihfahrradangebot und ein niedriges Level bei der Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer vor allem durch die hohe Schadstoffbelastung der Luft konterkariert. Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette will Anfang Mai einen Luftreinhalteplan vorlegen.

Bernd Haase 22.03.2017
Andreas Schinkel 22.03.2017