Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Kulturhauptstadt Hannover könnte 80 Millionen Euro kosten
Nachrichten Hannover Kulturhauptstadt Hannover könnte 80 Millionen Euro kosten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 03.04.2019
„Wir hoffen auf Fördergeld“: Das Geld für die Kulturhauptstadt soll nicht allein aus dem Rathaus kommen, sondern auch von Bund und Land – und aus der Wirtschaft. . Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Hannover

Hannover will im Jahr 2025 Kulturhauptstadt Europas werden – doch mit dem Titel sind hohe Kosten verbunden. Die Stadtverwaltung rechnet mit Gesamtkosten von rund 80 Millionen Euro. „Wir planen 50 Millionen Euro für das Programm ein und etwa 30 Millionen Euro als Prozessgeld“, sagt Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf im HAZ-Interview. Damit sei das Budget für die Organisation des Kulturhauptstadtjahrs gemeint.

Die Summe werde nicht komplett aus dem Haushalt der Stadt bezahlt, jedoch vorwiegend aus öffentlichen Töpfen, etwa Bund und Land. Die Stadtkasse werde nach Angaben Beckedorfs mit einem zweistelligen Millionenbetrag belastet. „Wir hoffen auf Fördergeld von zehn Millionen Euro aus der Wirtschaft“, sagt die Kulturdezernentin.

Fünf bis zehn Leuchtturmprojekte geplant

Zunächst muss Hannover zwei Bewerbungsrunden überstehen. Im September geben die Mitarbeiter Beckedorfs eine erste Bewerbungsmappe ab, das sogenannte Bid Book. Darin stellt die Stadtverwaltung auf 60 Seiten dar, wie sich Hannover in der Zukunft weiterentwickeln kann. Zudem werden formale Fragen zur Hotelkapazität und Verkehrsanbindung beantwortet. Kern der Bewerbungsmappe bilden herausragende Projekte, die sich die Stadt für die kommenden Jahre vornehmen will. „Wir denken groß. Fünf bis zehn solcher Leuchttürme werden wir im ersten Bid Book kurz skizzieren und im zweiten Bid Book konkretisieren“, sagt Beckedorf.

Herrenhausen spielt eine Rolle

Noch will die Stadt nicht verraten, was sich hinter den Leuchttürmen verbirgt. Neubauten können damit ebenso gemeint sein wie Erweiterungen von bestehenden kulturellen Angeboten sowie die Organisation von Festivals. Eine Rolle spielten auch die Herrenhäuser Gärten, sagt Beckedorf. Im Juni wolle sie die Leuchttürme für die Kulturhauptstadt-Bewerbung bekanntgeben.

Sollte es Hannover in die zweite Bewerbungsrunde schaffen, muss die Stadt im kommenden Jahr eine weitere Mappe einreichen. Darin soll es dann konkret um das Veranstaltungsprogramm für das Kulturhauptstadtjahr gehen.

Weiterlesen:
Kulturhauptstadt-Bewerbung: Leibnizufer soll autofreie Spielwiese werden

Von Andreas Schinkel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Organisation Amnesty International hat anlässlich des Starts der Hannover Messe vor dem HCC gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen beim Abbau von Kobalt auf der Welt demonstriert. Das Metall wird für Akkus benötigt, die in Smartphones, Laptops und Elektroautos verbaut sind.

31.03.2019

Die Grünen haben dem Team zur Kulturhauptstadt-Bewerbung 2025 am Sonntag konkrete Vorschläge überreicht. In ihren Grünen Ideen soll unter anderem das Leibnizufer eine große, autofreie Versammlungsfläche werden. Der Vorstoß trifft bei den Planern auf Wohlwollen.

31.03.2019

Die City-Gemeinschaft ist zufrieden: Etwa 250.000 Besucher strömten am Sonntag in die Innenstadt von Hannover – und interessierten sich nicht nur für das Fahrradfahren.

31.03.2019