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Hannover Hannovers Gilde expandiert in die USA
Nachrichten Hannover Hannovers Gilde expandiert in die USA
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00:15 01.07.2019
Das Gilde-Bier der Brauerei an der Hildesheimer Straße wird nun auch in Amerika ausgeschenkt – und dort soll bald eine kleine Brauerei eröffnen. Quelle: Michael Thomas (Archiv)
Hannover

Gilde-Biere gibt es in Kürze auch in Übersee: Hannovers ältestes Unternehmen wird im US-Staat North Carolina aktiv. In Kürze schicken die Brauer aus der Hildesheimer Straße zwei große Seecontainer auf die Reise, bestimmt für die Stadt Charlotte. Wenn den Amerikanern das Bier schmeckt, will Gilde-Chef Mike Gärtner dort auch eine Brauerei eröffnen – zunächst aber wohl erst eine kleine Gasthausbrauerei. In der örtlichen Lokalpresse wird schon über eine Großansiedlung mit 794.000 Hektolitern pro Jahr (500.000 Barrel) spekuliert. Gärtner aber bremst: Ganz so weit sei man noch nicht.

Gemeinsame Königin

Mit der US-Stadt verbindet die Gilde ein Teil der Geschichte. „Gilde und Charlotte hatten eine gemeinsame Königin“, sagt Brauereisprecherin Juliane Lorenz. Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz (1744 – 1818) wurde durch Heirat mit Hannovers König Georg III. zur Königin von England und Hannover. Nach ihr sind etliche Städte in ehemaligen britischen Kolonien Nordamerikas benannt, darunter die 1762 gegründete größte Stadt von North Carolina. Das 1526 von Cord Broyhan gegründete Unternehmen ist erst seit drei Jahren wieder Privatbrauerei, nachdem es unter dem Dach des Biermultis Inbev ziemlich heruntergewirtschaftet wurde. Inzwischen steigen die Absätze wieder, im vergangenen Jahr hat die Gilde 850.000 Hektoliter abgesetzt. 2019 soll die Millionenmarke geknackt werden.

Gilde-Geschäftsführer Mike Gärtner. Quelle: Irving Villegas

Charlotte feiert das Gilde-Bier aus Hannover

In Charlotte, das viele deutschstämmige Einwohner zählt, wird der Neuzugang von „einer der ältesten Brauereien Deutschlands“ gefeiert. Zunächst soll das Bier bei der lokalen Handelskette Adams Beverages verkauft werden. Bis Ende 2019 wolle Gilde eine fast 500 Quadratmeter große Stadtbrauerei für Pils und Hefeweizen eröffnen und innerhalb von drei Jahren eine fast 10.000 Quadratmeter große „Flaggschiff-Brauerei“ eröffnen, zu der Charlottes „First Truly Authentic German Beer Garden“ gehören solle, heißt es im Lokalmedium Charlottestories.

„Kunden entscheiden, wie viel Gilde in den USA getrunken wird“

So weit sei man noch nicht, bremst Gilde-Chef Gärtner allerdings. Das sei „Zukunftsmusik“, letztlich würden „die Kunden entscheiden, wie viel Gilde in den USA getrunken wird“. Aber ein Sprung nach Übersee – das ist doch schon mal eine gute Nachricht zum heutigen Beginn des Schützenfests.

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Von Conrad von Meding

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