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Hannover So sieht Hannovers neues „Service Center“ aus
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00:21 07.02.2019
"Hannover Service Center am Schützenplatz": Schon bald Anlaufstelle für viele Angelegenheiten der Bürger. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Eines der am häufigsten gebrauchten Worte in den noch leeren Räumen des neuen Verwaltungsgebäudes war ohne Zweifel das Wort „lichtdurchflutet“. Das lag nicht nur an der Wintersonne, die in hellen Momenten dieses montagmorgens über Hannover und in seine Häuser schien. Was die Redner meinten, waren große Glasflächen und bodentiefe Fenster im großzügigen Foyer, Lichtkabinen in oberen Etagen, gläserne Büros, ein Innenhof mit Holzbänken und Pflanzen.

Einen ersten Blick in die neuen Räume gab es am Montag Quelle: Katrin Kutter

600 Mitarbeiter der Stadtverwaltung werden demnächst hier arbeiten, Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) bekam von Karsten Klaus, Geschäftsführer der Hanova, am Montag schon vorab den symbolischen Haustürschlüssel überreicht.

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Rund zwei Jahre nach dem Aushub der Baugrube ist das Gebäude mit seiner 200 Meter roten Backsteinfassade, den bis zu sechs Stockwerken und 22.000 Quadratmetern Nutzfläche fertig. Die Stadt mietet es für 30 Jahre von Hanova und nennt ihre neue Adresse „HannoverServiceCenter am Schützenplatz“.

So sieht das Gebäude von außen aus. Quelle: Kutter
„Kurze Wege für die Bürger und ein tolles Arbeitsumfeld für die Kollegen“. Quelle: Katrin Kutter

Ordnungsdezernent Axel von der Ohe hatte sich den Fortschritt im Haus öfters angesehen. „Kurze Wege für die Bürger und ein tolles Arbeitsumfeld für die Kollegen“, stellte der Stadtrat fest, bei seinen Besuchen auf der Baustelle sei er „immer neidischer“ geworden. von der Ohe muss weiterhin im verwinkelten Rathaus arbeiten. Sein erklärter Neid war ein Kompliment für die Bauleute.

So ist Hannovers neues „Service-Center“ aufgebaut

Die Bauarbeiter hatten im Oktober 2016 begonnen, das Vorgängergebäude abzureißen. Später mussten 500 Betonpfähle in den weichen Boden, ein ausgetrockneter Nebenarm der Leine, gerammt werden. Auf diesem Fundament wurden dann 25.000 Kubikmeter Beton und 3500 Tonnen Stahl verbaut. Hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus sagte nach der Schlüsselübergabe an seinen Mieter Schostok, alles sei „sehr schnell gegangen“, ambitionierten Zeitplan und Kostenrahmen (80 Millionen Euro) habe man eingehalten.

Das Ergebnis: „Eines der wichtigsten Bauprojekte in Hannover, ein fehlender Baustein, der sich perfekt in die Umgebung einfügt und im Stadtbild nicht mehr wegzudenken ist“. Die Verwaltung liegt nun eingebettet zwischen weiteren Grundpfeilern hannoverschen Lebens wie Kultur und Bildung (Landesbibliothek), Sport (HDI-Arena) und Remmidemmi (Schützenplatz).

Das neue Gebäude wird Anlaufstelle für die Bürger in allerlei Belangen. Quelle: Katrin Kutter
Über fünf Etagen erstecken sich die Büros. Quelle: Katrin Kutter

In den nächsten Wochen ziehen die ersten Mitarbeiter ein. Zunächst kommt die allgemeine Fachbereichsverwaltung, bis Mitte März folgen die Bereiche Ordnungswidrigkeiten und Fahrerlaubnisbehörde, anschließend die Stelle für Einwohnerangelegenheiten. Im April sollen alle Mitarbeiter des Gewerbe- und Veterinäramtes Büros beziehen. Die viel frequentierte Zulassungsbehörde wird dem Plan zufolge vorm Sommer beginnen, wie auch Standesamt und Verkehrsordnungswidrigkeiten. Bis zum September zieht die Ausländerbehörde um.

Bis zu 3000 Menschen pro Tag erhalten im „Service Center“ Hilfe

Für Stefan Schostok ist das neue Haus nicht einfach ein Verwaltungsneubau, sondern ein Symbol für das Verhältnis zwischen Rathaus und Stadtbewohnern. „Das Entree macht deutlich, wie die Verwaltung ihren Bürgern gegenüber tritt“, sagte der Sozialdemokrat und meinte damit aus architektonischer Sicht „die offene Empfangssituation“ in einem Gebäude, in dem „bis zu 3000 Leute am Tag Service erfahren“.

Ein Blick in die Kantine. Quelle: Katrin Kutter

Zwei Fragen blieben am Montag für kurze Zeit offen. Dürfen Bürger und Mitarbeiter in den Innenhof? „Das ist streng verboten“, antwortete Dezernent von der Ohe schneidend auf eine entsprechende Frage beim Rundgang durchs Haus. Ein Witz, sie dürfen. Und geheiratet wird wie bisher im Alten Rathaus, im „HannoverServiceCenter am Schützenplatz“ wird nur vorher der Papierkram erledigt.

In diesen Dingen erhalten Hannoveraner künftig Hilfe im „Service-Center“ :

Etage 1:

Standesamt

Urkundenservice

Kirchenaustritte

Namensänderungen

Einbürgerungsbehörde

Ausländerbehörde

Etage 2:

Ordnungswidrigkeiten

Verkehrsordnungswidrigkeiten

Fahrerlaubsnisbehörde

Etage 3:

Geburten und Sterbefälle

Veterinärwesen

Lebensmittelüberwachung

Etage 4:

Waffen- und Fischereirecht

Verbraucherschutz

Etage 5:

Mede- und Passwesen

Zentrale Einwohnerangelegenheiten

Gewerbeanmeldungen

Von Gunnar Menkens

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