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Hannover Hannoversche Buchhändler geben Tipps für Nikolaus
Nachrichten Hannover Hannoversche Buchhändler geben Tipps für Nikolaus
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18:44 30.11.2017
Gundula Krüger aus dem „Bücherwurm“. Quelle: Villegas
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Hannover

 Gundula Krüger, Inhaberin der Lister Kinderbuchhandlung „Bücherwurm“ mag es zu Nikolaus klassisch. „Die Geschichte vom heiligen Nikolaus“ empfiehlt die 52-Jährige zum Nikolaustag für den Stiefel, ein schon 2003 zum ersten Mal aufgelegtes Bilderbuch von Antonie Schneider und Wasyl Bagdaschwili (Coppenrath-Verlag, 12,95 Euro), das die Geschichte von Nikolaus von Myra nacherzählt. Der heutige Nikolaustag geht auf den Bischof zurück, der um 300 nach Christus in Lykien in der heutigen Türkei gelebt haben soll. Der Legende nach soll der aus einer wohlhabenden Familie stammende Mann Armen mit Geldgeschenken geholfen haben. „Die Legenden, die sich um ihn spinnen, werden in dem Buch mit so einfachen Worten nacherzählt, dass schon Drei-, Vierjährige sie verstehen können“, sagt Krieger.

Birgit Nerenberg aus der Buchhandlung „Sternschnuppe“. Quelle: Villegas

Birgit Nerenberg von der Buchhandlung „Sternschnuppe“ hat gleich zwei Vorschläge für Lesefutter im Nikolausstiefel parat.  Eltern, die schon Kindern ab einem Jahr am 6. Dezember eine Freude machen wollen, rät sie zu dem 2016 erschienenen Band von Markus Osterwalds Kinderbuchklassiker „Bobo Siebenschläfer“. „Fröhliche Weihnachten“ enthält vier Geschichten für die Zeit bis zum Weihnachtsfest, darunter eine, in der ein Nikolaus bei einem Laternenumzug eine gewichtige Rolle spielt (Rowohlt Taschenbuch Verlag, 96 Seiten, 9,99 Euro). Für 10- 12-Jährige, die ihre Stiefel oft noch genauso gerne wie die Kleineren nach draußen stellen, schlägt die 61-Jährige das Taschenbuch „Sagt das Rentier zum Nikolaus“ des Illustrators Gerhard Schröder (nicht verwandt oder verschwägert mit dem Ex-Bundeskanzler) vor. Das im Carlsen-Verlag erschienene Büchlein (128 Seiten, 3,99 Euro) enthält Weihnachtswitze, Scherzfragen und jede Menge Cartoons und ist also – so Nerenberg  – auch für diejenigen wie gemacht, die eigentlich nicht so gerne lesen: „Und um die gilt es ja immer wieder zu kämpfen.“

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Maria Glusgold-Drews aus dem „Mascha Kascha“ in der Nordstadt. Quelle: Villegas

 

Vom Nikolaus zu Nikolaus hält Maria Glusgold-Drews vom „Mascha Kascha“ in der Nordstadt nicht viel. Die 42-Jährige findet, man kann genauso gut eine schöne Advents- oder Weihnachtsgeschichte neben den Stiefel stellen. Eines der poetischsten Bücher in diesem Winter ist aus ihrer Sicht „Schornsteinweihnachten“, ein in 24 Kapiteln erzähltes Kinderbuch des schwedischen Schriftstellers Marten Sanden (Sauerländer Verlag, 112 Seitten, 14,99 Euro). Um die Waisenkinder Stella, Mago und Issa geht es da. Sie sind aus dem Waisenhaus weggelaufen und erleben mit den sogenannten Schornsteinkindern, die  ohne Erwachsene auf den Dächern Stockholms leben, ein aufregendes Weihnachtsabenteuer. „Schornsteinweihnachten“ ist – so Maria Glusgold-Drews –mit den fein ziselierten, oft grau schattierten Illustrationen von Lina Boden auch optisch etwas ganz besonderes:  ein Weihnachtsabenteuer, bei dem sich zu Hause auf dem Sofa sofort schönste (Vor-) Lesestimmung einstellt.  

Von Jutta Rinas

03.12.2017
30.11.2017