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Hannover 500.000 Euro Schaden bei Brand in Elektrofirma
Nachrichten Hannover 500.000 Euro Schaden bei Brand in Elektrofirma
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15:41 11.07.2019
Bei dem Feuer im Hemminger Stadtteil Devese ist zum Glück niemand verletzt worden. Quelle: Heidrich
Hemmingen

Die Kosten sind enorm: Bei dem Feuer im Hemminger Stadtteil Devese am Mittwoch ist ein Schaden von schätzungsweise 500.000 Euro entstanden. Das teilte die Polizei mit.

Gegen 18.15 Uhr hatten Zeugen die Einsatzkräfte alarmiert, nachdem sie aus dem Flachdachbau an der Marie-Curie-Straße Rauch aufsteigen sahen und Knallgeräusche gehört hatten. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich keine Personen mehr in dem Gebäude im Gewerbegebiet auf, das von zwei Firmen genutzt wird, darunter eine Elektrofirma. Es gab keine Verletzten. Insgesamt waren rund 100 Helfer im Einsatz.

Der Brand in einer Halle, in der die Elektrofirma Elektrogeräte lagert, ist nach Polizeiangaben durch einen technischen Defekt an einem Akku hervorgerufen worden. Das haben Untersuchungen der Brandermittler der Polizei Hannover ergeben, die am Donnerstag an der Marie-Curie-Straße waren. In dem Bau befindet sich auch eine Ingenieurgesellschaft, die erst im Juni in die Räume eingezogen war. Beide Firmen konnten am Donnerstag nicht arbeiten, unter anderem weil es keinen Strom gab und wegen der Folgen durch das Löschwasser.

Feuerwehreinsatz an Marie-Curie-Straße in Devese

Stadtfeuerwehrsprecher Lennart Fieguth schilderte, wie sich die Lage für die Helfer beim Eintreffen an der Marie-Curie-Straße darstellte. „Aus einer offenen Tür im hinteren Gebäudeteil schlugen Flammen.“ Die Helfer der fünf Ortsfeuerwehren gingen unter Atemschutz in das Büro, um gegen die Flammen vorzugehen. „Das verlangte den Feuerwehrleuten aufgrund der intensiven Rauch- und Hitzeentwicklung einiges ab“, machte Fieguth deutlich. Zudem setzten sie eine Drehleiter ein.

„Auch wenn das Feuer zügig unter Kontrolle gebracht werden konnte, richtete der Brand einen erheblichen Schaden an.“ Da das Gebäude einzustürzen drohte, habe die Feuerwehr einen Baufachberater vom Technischen Hilfswerk (THW) hinzugezogen, der die Gefahr laut Fieguth bestätigte. Zur Sicherheit habe der Energieversorger Strom und Wasser in dem Gebäude abgestellt. Mitarbeiter der Feuertechnischen Zentrale Ronnenberg wechselten an der Marie-Curie-Straße die Schläuche und Atemschutzgeräte, damit die Helfer schnell wieder einsatzbereit sein konnten.

Der stellvertretende Stadtbrandmeister Ralf Brinkmann hat den etwa dreistündigen Einsatz geleitet. Auch Stadtbrandmeister Roland Frey und Brandschutzabschnittsleiter Eric Pahlke sowie Bürgermeister Claus Schacht waren nach Devese geeilt. Mitarbeiter der Stadtverwaltung brachten Getränke für die Helfer an die Einsatzstelle.

Fünf Ortsfeuerwehren und weitere Helfer im Einsatz

Zu den fünf Ortsfeuerwehren gehörten Devese, Arnum, Hemmingen-Westerfeld, Hiddestorf/Ohlendorf und Wilkenburg. Im Einsatz waren auch die Polizei und der Rettungsdienst.

Das Firmengebäude am Tag nach dem Brand. Quelle: Andreas Zimmer

Der letzte größere, bekannt gewordene Feuerwehreinsatz an der Marie-Curie-Straße war im Jahr 2016. Auf dem Gelände eines Gebrauchtwarenhändlers brach nachts ein Brand aus. Die Feuerwehr konnte ihn schnell löschen, dennoch wurde ein Auto vollständig zerstört und ein anderes erheblich beschädigt.

Mehr Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Hemmingen finden Sie hier in unserem Polizeiticker.

Von Tobias Morchner und Andreas Zimmer

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