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Hannover Hannovers Handel verleiht Preis an Ministerpräsident Weil
Nachrichten Hannover Hannovers Handel verleiht Preis an Ministerpräsident Weil
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19:52 23.09.2019
„Schön, dass ich mich auch mal mit Lob auseinandersetzen kann“: Stephan Weil (rechts) mit dem Hermes-Preis, daneben Verbandspräsident Bernd Voorhamme. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Der Handelsverband Hannover hat am Montag Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) geehrt – mit einer kleinen Skulptur des Götterboten Hermes. Weil bekam den nackten Gott im Rahmen einer Feierstunde. Verbandspräsident Bernd Voorhamme würdigte Weil als einen Politiker, der die Bedeutung des Handels ebenso kenne wie die Nöte der Kaufleute. In seinen Tätigkeiten als Kämmerer und Oberbürgermeister in Hannover sowie als Ministerpräsident habe er stets ein offenes Ohr für die Belang des Handels gehabt. Hermes war in der griechischen Antike der Gott der Kaufleute, aber auch der Reisenden.

Von der Leyen zuletzt geehrt

Der Handelsverband hatte den Preis zuletzt im Jahr 2008 vergeben – an die damalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Zu den Preisträgern gehörten neben anderen auch die früheren Ministerpräsidenten Gerhard Schröder und Sigmar Gabriel. „Die Preisträger der ersten Generation sind alle nach Berlin gegangen“, merkte Voorhamme an und erntete Gelächter bei der kleinen Festversammlung im Handelshaus, weil Weil sich aus der großen SPD-Politik im Bund heraushält. Voorhamme lobte die Fairness Weils. Gerade in Umbruchzeiten wie diesen brauche der Handel die Unterstützung der Politik, sagte Voorhamme.

Hermes – „auch der Gott der Diebe“

Als Laudator hatte der Verband den hannoverschen Kabarettisten Matthias Brodowy engagiert, der anmerkte, dass der Götterbote Hermes auch der Gott der Diebe gewesen sei. Brodowy bekannte, selbst aus einer Kaufmannsfamilie zu stammen (seine Großeltern hatten ein Fachgeschäft für Berufsbekleidung in Wolfsburg) und lobte Weil, ein offenes Ohr für die Belange der Kaufleute zu haben.

Brodowy lobte auch die kleine Skulptur, die Weil bekam. Sie zeige den Gott mit allem, nicht nur mit den Flügelschuhen, sondern auch in seiner unverhüllten Männlichkeit. „So etwas gilt heute schon als politisch unkorrekt.“

Weil, wie immer diplomatisch, ließ sich in seiner Dankesrede nicht zu Unkorrektheiten hinreißen. Als Politiker höre man in der Regel nur Kritik. „Schön, dass ich mich jetzt in konkretisierter Form auch mit Lob auseinandersetzen kann.“ Der Handel mit 235.000 Arbeitsplätzen in Niedersachsen sei ihm wichtig, bekannte Weil. Das hörte man im Handelshaus gern.

Von Michael B. Berger

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