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Hannover Hier bekommt die Stadt eine Stiftung geschenkt
Nachrichten Hannover Hier bekommt die Stadt eine Stiftung geschenkt
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16:01 21.12.2017
Übergabe: Daniela Stavropoulos und Georg Zaum geben die Stiftung in die Hände von Oberbürgermeister Stefan Schostok. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Die städtische Stiftung Geistliches Lehnregister, entstanden in der Reformation, ist um 138 000 Euro reicher. Am Donnerstag hat Stiftungschef Stefan Schostok, im Hauptberuf Oberbürgermeister, eine Zustiftung entgegengenommen, weil sich die Mecklenburgische Versicherung von ihrer 1939 gegründeten Rat-Voß-Stiftung trennt. Georg Zaum, Aufsichtsratschef der Mecklenburgischen, sagt: „Wir sind uns sicher, dass die hannoversche Stiftung mit dem Kapital im Sinne der traditionsreichen Rat-Voß-Stiftung umgehen wird.“

Hintergrund des Vorgangs ist, dass das Verwalten einer Stiftung juristisch immer komplizierter wird, sich das Kapital aber wegen der Niedrigzinsen kaum noch vermehrt. „Wir haben lange nach einem Partner gesucht und mit mehreren Stiftungen gesprochen“, verrät Zaum. Die Wahl sei schließlich auf das Geistliche Lehnregister der Stadt gefallen, weil der Stiftungszweck ähnlich sei.

Die Rat-Voß-Stiftung wurde 1939 gegründet von Hans Voß, Vorstandschef der Mecklenburgischen Versicherung, als der zum 50. Dienstjubiläum eine Gratifikation bekam. Er stockte die Summe auf 20 000 Reichsmark auf und verfügte, dass die Stiftung Geld für „unverschuldet in Not geratene Mitarbeiter der Mecklenburgischen“ bereitstellen sollte. „Die Zeiten waren damals andere“, sagt Zaum, „heute sind unsere Mitarbeiter auch so gut abgesichert“.

Bei der Stadt sind etwa 20 Stiftungen angesiedelt, die sich um verschiedene Themen wie Studienförderung, Waisen oder Gartenpflege kümmern – oder um unverschuldet in Not geratene Bürger wie das Geistliche Lehnregister. Es entstand, als Hannovers Stadtregiment nach der Reformation geistliche Güter säkularisierte. „Der Zweck ist fast identisch mit dem der Rat-Voß-Stiftung“, sagt Zaum, der mit Aufsichtsratskollegin Daniela Stavropoulos zu dem Termin beim Oberbürgermeister erschienen ist. Die Mecklenburgische ist Deutschlands älteste Privatversicherung. Gegründet vor etwa 220 Jahren in Neu-Brandenburg, zog sie in den Kriegswirren nach Hannover um und hat heute hier ihren Hauptsitz.

Für die Umwandlung der Stiftung mussten Satzungen geändert, die Stiftungsaufsicht aufgehoben werden, das Finanzamt musste zustimmen. „Die Überführung einer Stiftung ist eine komplizierte Angelegenheit“, sagt OB Schostok. Ein Jahr lang galt eine Sperrfrist, sie endet am 23. Januar. Dann verstärkt das Vermögen der Rat-Voß-Stiftung die Stiftung Geistliches Lehnregister, die bisher ein Kapitalvermögen von etwa 700 000 Euro hat – allerdings kommt rechnerisch ein Grundvermögen von gut 42,5 Millionen Euro hinzu, das jährlich etwa 240 000 Euro über Pachten und ähnliche Einnahmen abwirft.

Wer Anträge an die Stiftung stellen will, weil er unverschuldet in Not geraten ist, muss sich an die kommunalen Sozialdienste wenden. Diese prüfen den Anspruch und leiten dann die erforderlichen Schritte in die Wege.

Von Conrad von Meding

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