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Hannover Historisches Museum setzt auf buntes Programm
Nachrichten Hannover Historisches Museum setzt auf buntes Programm
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07:17 20.12.2016
Von Simon Benne
Große Pläne: Museumsmacher Jan Willem Huntebrinker, Andreas Urban, Anja Titze, Thomas Schwark (v. l.). Quelle: HMH
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Hannover

Das Historische Museum steht vor einem Jahr der Umbrüche: Die angestaubte Dauerausstellung im ersten und zweiten Stock wird komplett neu gestaltet. Bis zum Februar soll das neue Konzept stehen. Nach der „Langen Nacht der Museen“ am 10. Juni werden die oberen Stockwerke dann geschlossen, die Wiedereröffnung ist für den 21. Oktober 2019 angepeilt. „Wir bleiben aber auf Sendung“, verspricht Museumsdirektor Thomas Schwark, der jetzt die Museumspläne fürs kommende Jahr vorgestellt hat.

Wichtigster Programmpunkt im Umbaujahr 2017 ist die Ausstellung „Wege zum Smartphone“, die am 26. September beginnt. Die Schau, erarbeitet mit Technikern und Soziologen der Leibniz-Uni, präsentiert an Experimentierstationen und mit teils nostalgischen Exponaten die Geschichte von Telegrafie und Telefon, Radio und Fernsehen. „Es geht darum, welche Technik in den Kommunikationsmitteln steckt - und darum, wie diese den Alltag der Menschen verändert haben“, sagt Museumsmitarbeiterin Anja Titze.

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Außerdem plant das Museum für 2017 ein buntes Veranstaltungsprogramm: Die Historikerin Dagmar Lieske spricht am 21. Februar, 18 Uhr, über Hans Grans, den Vertrauten des Serienmörders Fritz Haarmann, der in der NS-Zeit als „Gemeingefährlicher“ ins KZ kam.

Um den Trend zum „Craft Beer“ und um die Frage, was ein Biersommelier so macht, geht es am 9. März, 18 Uhr, bei einer Veranstaltung im Brauhaus Ernst August. Am 16. März, 18 Uhr, steht im Museum dann Hannovers Kiosk- und Kneipenszene im Mittelpunkt.

Bei einer Wissenschaftsshow spricht Karsten Danzmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, am 16. Mai, 18 Uhr, über den Klang des Urknalls. Einen Familienaktionstag dazu gibt es am 21. Mai. Während der Umbauzeit soll der Beginenturm verstärkt fürs Familienprogramm des Museums genutzt werden. 

„Außerdem haben wir eine Altstadtrallye entwickelt“, sagt Kurator Jan Willem Huntebrinker. Die neue Dauerausstellung werde die Stadtgeschichte nicht mehr chronologisch erzählen, sondern von aktuellen Fragen der Besucher ausgehen, sagt Ausstellungsmacher Andreas Urban.

Die Besucherzahlen des Hauses hätten sich 2016 mit mehr als 50 000 Gästen „auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert“, sagt Museumsdirektor Schwark. Einen bemerkenswerten Besucherzuwachs gebe es im Schloss Herrenhausen: „Dort liegen die Zahlen deutlich über denen des Vorjahres.“

20.12.2016
Andreas Schinkel 22.12.2016