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Hannover In Hannover fehlen immer mehr Kindergartenplätze
Nachrichten Hannover In Hannover fehlen immer mehr Kindergartenplätze
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06:00 12.04.2019
In Hannover fehlen Betreuungsplätze für Kinder gerade im Kindergartenbereich. Dabei gibt es einen Rechtsanspruch auf diese Plätze bereits seit 1996. Quelle: Julian Stratenschulte
Hannover

In Hannover gibt es nicht mehr genügend Kita-Plätze, um für alle Kinder zwischen drei und fünf Jahren eine Betreuung zu garantieren. Dies geht aus dem jüngsten Halbjahresbericht der Stadtverwaltung zu den Betreuungsplätzen für Kinder im Vorschulalter hervor. Demnach ist die Betreuungsquote in diesem Bereich erstmals seit 2013 wieder unter 100 Prozent gesunken. Die Quote gibt den Anteil der Kinder an, die – gemessen an der Gesamtzahl in der Bevölkerung – einen Platz in einer Tageseinrichtung oder in einer öffentlich geförderten Tagespflege haben.

Kita-Betreuungsquote lag in Hannover zuletzt nur noch bei 97,5 Prozent

Bereits Ende 2018 lag die Betreuungsquote dem Bericht zufolge nur noch bei 97,5 Prozent. Ende dieses Jahres dürfte sie nach der Prognose der Stadt 97,6 Prozent betragen. Eigentlich haben Eltern jedoch einen rechtlichen Anspruch auf die Betreuung ihres Kindes. Die Kommunen sind per Gesetz verpflichtet, jedem Kind vom ersten Lebensjahr an einen Platz zur Verfügung zu stellen. In der Altersgruppe der Kinder zwischen drei und fünf Jahren besteht der Rechtsanspruch bundesweit seit mittlerweile 23 Jahren.

Der Grund für die rückläufige Betreuungsquote: Der Zahl der hannoverschen Kinder in diesem Alter ist allein zwischen Oktober 2017 und Ende 2018 um 660 gestiegen. Gleichzeitig hat die Stadtverwaltung nur 195 neue Kita-Plätze geschaffen. Bis Ende 2019 wird mit einem Bevölkerungszuwachs von bis zu 427 weiteren Kindern im Alter zwischen drei und fünf Jahren gerechnet. „Aufgrund des extremen Bevölkerungszuwachses ist der Handlungsbedarf groß, um den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz gewährleisten zu können“, heißt es in dem Bericht.

Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski: „Mehr als bauen können wir aber nicht“

„Mehr als bauen können wir aber nicht“, sagt Hannovers Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski. Das Thema Kita-Ausbau werde die Stadt sicher noch sieben, acht Jahre beschäftigen. „Bislang konnten wir am Ende aber immer noch allen Kindern gerecht werden“, betonte Rzyski. Es habe in Hannover bisher keine einzige Klage von Eltern gegeben, die so ihren Rechtsanspruch geltend gemacht hätten.

Groß sind die Lücken bei der Betreuung im Kindergartenbereich besonders in sozial schwächeren Stadtbezirken. In Ricklingen etwa lag die Betreuungsquote im Oktober 2017 bei 79,8 Prozent – im Bezirk Ahlem/Badenstedt/Davenstedt bei 79,5 Prozent. Beides sind allerdings auch jene Bezirke, in denen seitdem die meisten Kindergartenplätze hinzugekommen sind. In Ahlem/Badenstedt/Davenstedt waren es 50, in Ricklingen 83. Spitzenreiter bei den Kita-Plätzen für Drei- bis Fünfjährige ist der Bezirk Südstadt/Bult mit einer Quote zwischen Betreuungsplätzen und Kindern von 121,6 Prozent. Ein überproportionales Angebot an Kindergartenplätzen in manchen Stadtbezirken kommt laut Stadt auch durch stadtweite Betreuungsangebote wie Waldorf-, Montessori- oder bilinguale Kitas zustande.

Von Jutta Rinas

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