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Hannover Initiative gegen Plastikverbrauch startet
Nachrichten Hannover Initiative gegen Plastikverbrauch startet
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15:23 30.09.2019
Präsentation im Rathaus: Plakate mit Slogans machen auf die Initiative aufmerksam. Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN), Continental oder TUI zählen nicht nur zu den größten Unternehmen in Hannover, sondern haben jetzt noch eine andere Gemeinsamkeit. Sie befinden sich unter den bislang 14 Partnern, die sich der von der Stadt ins Leben gerufenen Initiative „HOP!“ angeschlossen haben. Das Kürzel steht für „Hannover ohne Plastik“, der Name wiederum beschreibt das Ziel.

Der Plastikflut etwas entgegen setzen

Laut Bundesamt für Statistik werden allein in Deutschland jährlich fast 20 Millionen Tonnen Kunststoffe hergestellt. Seit Bilder von riesigen Plastikmengen in den Ozeanen kursieren, ist die Umweltproblematik, die dahinter steckt, weltweit ein Thema. „Wir sind alle in irgendeiner Weise verantwortlich für den Plastikmüll, der tagtäglich anfällt. Deshalb wollen wir die Menschen ermuntern, der Plastikflut etwas entgegen zu setzen“, sagt Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette.

Konkrete Vorgaben gibt es nicht

Die Teilnehmer haben ein Commitment (früher hieß so etwas Selbstverpflichtung) unterschrieben, das keine konkreten Vorgaben etwa in Bezug auf Mengen oder Regularien macht. „Die Unterzeichner bekunden ihren Willen, künftig gemeinsam und im eigenen Wirkungskreis den Einsatz von vermeidbarem Plastik zu reduzieren“, heißt es in dem Papier. Die Partner wollen Plastikverpackungen und Einweggeschirr vermeiden, nach Möglichkeit auf Mehrwegsysteme umsteigen und Alternativprodukte zu Kunststoff einsetzen.

Das kann herausfordernd sein, wie Geschäftsführer Andreas Jäger von der Arnold Jäger Holding sagt – das Unternehmen stellt technische Komponenten aus Kunststoff her. „Letztendlich darf man Kunststoff nur für intelligente Produkte nutzen“, erklärt er. Eigenschaften wie Langlebigkeit und Gewichtsreduzierung, die für das Material sprächen, seien heute als Argument nicht mehr ausreichend. Jäger entwickelt deshalb zum Beispiel ein Basalt-Gewebe als Ersatz für Kunststoff, das in der Windenergiebranche zum Einsatz kommt. VWN experimentiert mit Bauteilverpackungen aus Ananasfasern.

Kampagne mit eigenem Logo und Corporate Design

„HOP!“ ist nicht zuletzt eine Werbekampagne mit eigenem Logo und Corporate Design. Dazu zählen Plakate und Postkarten mit Slogans wie „Eine gute Plastik reicht“ über einem Bild der Nanas am Leineufer. Dieses dürfen teilnehmende Unternehmen nutzen; außerdem gibt es eine Internetseite mit Informationen zu Aktivitäten, Bildungsangeboten und Alltagstipps zum Vermeiden von Plastik.

Auch Schulen dürfen mitmachen

Tegtmeyer-Dette hofft, dass sich möglichst viele weitere Firmen und Gewerbetreibende, aber auch Schulen, Vereine, Verbände und Kirchen bei „HOP!“ anschließen. Die Kosten für die Initiative in Höhe von 30.000 Euro stammen zum größten Teil von der Allianz-Umweltstiftung, die Hannover 2017 als Deutschlands nachhaltigste Großstadt ausgezeichnet und dafür ein entsprechendes Preisgeld überwiesen hatte.

Von Bernd Haase

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