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Hannover Warum Stadt und Region mit den Bürgern über den Verkehr der Zukunft reden wollen
Nachrichten Hannover

Initiative zur Mobilitätswende: Stadt und Region Hannover möchten mit Bürgern über den Verkehr der Zukunft reden

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16:12 17.07.2020
Ist Paris ein Vorbild für Hannover? In der Hauptstadt Frankreichs bemüht sich die Politik darum, Radfahrer besonders im Verkehr zu schützen. Quelle: iStock-redte
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Hannover

Wie bewegen sich Menschen künftig in der Region Hannover fort? Kann eine autoarme Innenstadt funktionieren? Und wie sind die Pariser Klimaziele im Bereich Verkehr zu erreichen? Diesen Fragen widmet sich die InitiativeHannover bewegt sich“. Stadt und Region haben sich dafür mit dem Großraumverkehr Hannover (GVH), Regiobus und Üstra zusammengetan, um in den kommenden Monaten Mobilitätsthemen diskutieren. Die Schirmherrschaft haben Oberbürgermeister Belit Onay und Regionspräsident Hauke Jagau übernommen. Unterstützt werden sie dabei von Enercity und der Madsack Mediengruppe.

Oberbürgermeister Belit Onay stellte nun das geplante Velorouten-Netz der Stadt vor. Quelle: Villegas

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Vorbild Frankreich

So geht klimaneutrale Mobilität in einer Autonation auch: Städte wie Paris, Lyon und Straßburg sorgen mit Protected Bike Lanes, Radtunneln und Velo-Schnellwegen für einen Umstieg auf das emissionsfreie Fortbewegungsmittel – und Millionen Bürgerinnen und Bürger erledigen ihre Wege entspannt mit dem Rad. Für Hannover setzt Oberbürgermeister Belit Onay ehrgeizige Ziele: Mit dem neuen Velorouten-Netz erhöht sich der Anteil des Radverkehrs bis 2030 im Bestfalle auf 40 Prozent. Hier lesen Sie mehr: https://hannover-bewegt-sich.de/2020/07/17/franzoesische-staedte-koennen-vorbild-sein/

Margot Käßmann geht davon aus, dass Hannover zweispurige Radschnellwege bekommt. Quelle: HAZ

Käßmann und Breitenreiter nennen ihre Ideen

Zum Auftakt hat das Bündnis auf der Themenseite www.hannoverbewegtsich.de prominente Vertreter der Stadtgesellschaft gefragt, wie sie sich Hannover vorstellen, wenn die Region klimaneutral ist. Theologin Margot Käßmann geht davon aus, dass Fahrrädern dann grundsätzlich Vorfahrt eingeräumt wird und Radschnellwege zwei Spuren haben – „für Speed-Pedelecs und die langsameren Fahrradfahrer.“ Fußballtrainer André Breitenreiter denkt an einen öffentlichen Personennahverkehr, der preislich attraktiver ist und über ein weiter ausgebautes Streckennetz für Bus und Bahn verfügt. „Damit können mehr Menschen als bisher, insbesondere aus dem Umland, umweltbewusster und in schnellerer Taktung ihr Ziel besser erreichen.“ Hier finden Sie die Umfrage unter Prominenten: https://hannover-bewegt-sich.de/2020/06/05/promi-umfrage/

Die unterschiedlichen Themen zur Mobilität sollen künftig regelmäßig auf Sonderseiten in der HAZ präsentiert werden. Zudem sind Veranstaltungen vorgesehen – von Diskussionsforen bis zu sogenannten Erlebnistouren in Bussen und Bahnen. „Wir wollen mit den Bürgern in den Dialog treten, gemeinsam neue Ideen entwickeln und Dinge ausprobieren“, sagt Jagau.

Von Jan Sedelies