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Hannover Jobcenter-Mitarbeiter gehen auf Klienten in Hannover zu
Nachrichten Hannover Jobcenter-Mitarbeiter gehen auf Klienten in Hannover zu
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13:54 09.01.2020
Das Jobcenter der Region betreut derzeit rund 112.000 Hilfsempfänger. Quelle: Michael Heck
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Hannover

Mitarbeiter des Jobcenters der Region sollen verstärkt in die Stadtteilarbeit gehen, um Hilfsbedürftige und Leistungsempfänger vor Ort zu beraten. „Wir wollen raus aus den Büros und nicht erst warten, bis die Menschen zu uns kommen“, sagt Geschäftsführer Michael Stier. Mögliche Anlaufpunkte seien öffentliche Einrichtungen wie etwa die Stadtteilzentren. Es gelte, Klienten intensiver zu betreuen, um erfreuliche Entwicklungen fortzuschreiben.

4,4 Prozent weniger Hilfsempfänger

Michael Stier, Geschäftsführer des Jobcenters der Region und Chef von 1700 Mitarbeitern. Quelle: Nancy Heusel

Die gibt es durchaus, was die Zahlen angeht. Das Jobcenter, bundesweit zweitgrößtes seiner Art nach Hamburg, betreut derzeit rund 112.000 Leistungsberechtigte, also Menschen, die in irgendeiner Form Hilfen entsprechend der Hartz-IV-Gesetzgebung bekommen. Gegenüber 2014 bedeutet das einen Rückgang von 4,4 Prozent. Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt kommt damit auch bei denen an, die in der Vergangenheit schwerer zu vermitteln waren – trotz zuletzt pessimistischer Prognosen aus der Wirtschaft. „Von einem konjunkturellen Knick ist bei uns noch nichts zu spüren“, sagt Stier.

Die Zahl der sogenannten Aufstocker, die finanzielle Unterstützung benötigen, weil ihr Lohn nicht zu einem auskömmlichen Leben reicht, ist mit 14,1 Prozent im genannten Zeitraum noch stärker gesunken. Bei den Alleinerziehenden – es sind zumeist Frauen – waren es 11,7 Prozent. Einen leichten Zuwachs um 0,7 Prozent weist die Statistik dagegen bei denjenigen aus, die längerfristig auf Leistungen vom Jobcenter angewiesen sind.

Mehr Geld steht zur Verfügung

Für 2020 stehen 226 Millionen Euro im Etat des Jobcenters, das sind 8 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Für Qualifizierung, Förderung und Arbeitsvermittlung der Hilfsempfänger sind knapp 103 Millionen Euro reserviert. „Das ist ein ausreichender Haushalt“, sagt Stier, dessen Behörde in der Vergangenheit auch schon einmal Geld aus den Förderprogrammen umschichten musste, um Löcher im Personaletat zu stopfen.

Mit seinen finanziellen Mitteln finanziert das Jobcenter unter anderem Maßnahmen für Flüchtlinge, unterstützt Jugendliche oder finanziert überbetriebliche Ausbildungen. Am meisten Geld allerdings fließt in das seit Anfang 2019 bestehende Projekt „Teilhabe am Arbeitsmarkt“. Betriebe und öffentliche Arbeitgeber können massive Subventionen erhalten, wenn sie Hartz-IV-Empfänger einstellen und sozialversicherungspflichtig beschäftigen.

Ursprünglich wollte das Jobcenter im ersten Jahr 1400 Menschen mit dieser Form eines sozialen Arbeitsmarktes helfen. Geworden sind es gut 700, wobei weitere 140 Anträge vorliegen. „Die Werte sind bundesweit Spitze“, sagt Stier. Was ihn freut: Die Abbrecherquote liegt bei lediglich neun Prozent. Die Zahl 1400 gilt nun für das neue Jahr und darf laut Stier auch durchaus überschritten werden.

Von Bernd Haase

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