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Hannover Kinder singen internationale Lieder
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15:11 01.12.2017
Die Klasse 4c der Fichteschule nimmt an dem internationalen Kinderliedprojekt "Sing mit!" teil – Doris Schröder-Köpf und Schulleiterin Cornelia Heimbucher (hinten, von links) freuen sich darüber. Quelle: Heidrich
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Hannover

 Die Mädchen und Jungen der Klasse 4 c  sind aufgeregt. Erstmals werden sie vor Publikum das Lied vom kleinen Lamm singen. Es stammt aus Albanien – die Grundschüler der Fichteschule, die es vortragen, haben viele unterschiedliche Nationalitäten. Doch sie singen in einer Sprache. Musik verbindet.

„Sing mit!“ heißt das Projekt, das Doris Schröder-Köpf, Migrationsbeauftragte des Landes, mit dem Kulturzentrum Pavillon, dem Musikzentrum, der Hainhölzer Fichteschule und vier Kitas gestartet hat. Ob Syrien, Afghanistan, der Irak, Eritrea oder Russland – Melodien aus aller Welt haben rund 150 Kinder aus den hannoverschen Einrichtungen einstudiert und auf einer CD veröffentlicht. Das Ergebnis ist am 8. Dezember bei einem Konzert im Pavillon zu hören.

„Wir haben Lieder aus den Ländern ausgesucht, aus denen Familien hierher geflüchtet“ sind, erklärt Schröder-Köpf bei der Konzertprobe. Grundlage ist eine Liederfibel, die das Landesbüro für Migration im vergangenen Jahr mithilfe der Lotto-Sport-Stiftung herausgegeben hat. Kindergärten und Grundschulen können sie kostenlos bestellen – um die Themen Flucht und Migraton auf spielerisch-musikalische Weise in den Unterricht zu integrieren.

Die CD ist der zweite Teil des Projekts. Musikzentrum und Pavillon suchten nach Profi-Musikern, teils mit passenden Sprachkenntnissen, die die Lieder mit den Kindern einstudierten. Einer von ihnen ist Greg Perrineau, früher bei der Band Eruption und schon lange in Hannover heimisch. „Wir haben eine musikalische Reise gemacht“, sagt er bei der Probe in der Fichteschule. In seinem Fall ging es nach Eritrea. In der jeweiligen Landessprache wurden die Lieder in den Studios des Musikzentrums aufgenommen.

Nun wird das Lamm aus Albanien besungen. „Das ist meine Muttersprache“, betont die neunjährige Erblina. Ihre Mitschülerin Safa, ebenfalls mit albanischen Wurzeln, kennt das Lied „seit meiner Kindheit“. Wie aber war es für die anderen, in einer für sie fremden Sprache zu singen? „Anfangs schwer, dann wurde es immer leichter“, sagt Eymen, dessen Eltern aus der Türkei stammen. Auch Youssef aus Marokko, Janko aus Gambia, Maxim aus Russland oder Luca „aus Hannover“ sind sich einig: Wenn alle zusammen singen, spielt die Sprache keine Rolle.

Das Konzert im Pavillon beginnt am 8. Dezember um 15.30 Uhr, Erwachsene zahlen 4 Euro, Kinder 2 Euro.

Von Juliane Kaune

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