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Hannover So bunt ist das Kleine Fest im Großen Garten
Nachrichten Hannover So bunt ist das Kleine Fest im Großen Garten
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00:20 14.07.2018
Das Kleine Fest im Großen Garten. Quelle: Rainer Droese
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Hannover

Wer hatte sich nach den vielen trockenen Tagen nicht alles einen kühlen Guss von oben erhofft? Landwirte, Kleingärtner, praktisch jeder, der Blumen und Beete vor der Tür hat. Auch Herrenhausens Gartendirektor wünschte sich dringend Regen für die Pflanzen im Barockensemble. Doch natürlich nicht gerade dann, wenn das Kleine Fest im Großen Garten beginnt. Aber das Wetter lässt sich eben nicht buchen wie ein Sommerurlaub, und darum geriet der Start des Kleinkunstfestivals zum Wechselbad – auch der Gefühle.

Der Regen im Laufe des Mittwochs, dem Premierentag, hatte Festorganisator Harald Böhlmann zunehmend nervös werden lassen. Auf bewährte Weise warnte er im Internet schon mittags alle potenziellen Gäste vor der „kritischen Wettersituation“. Immer wieder hieß es, dass Schauer drohten. Doch zum Beginn der Veranstaltung am frühen Abend entspannte sich die Lage dann glücklicherweise deutlich – gleichwohl hatten die Festbummler ihre Schirme und Regencapes dabei.

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36 Bühnen mit mehr als 100 Künstlern

„Wir haben den ganzen Tag gezittert, ob sich das Wetter hält“, sagte Conny Kalkbrenner, die mit drei Freunden eigens aus Hamburg angereist war. „Wir haben alle wetterfeste Schuhe an – und im Auto sogar noch Gummistiefel“, betonte Cornelia Holzgreve, die mit ihren Freundinnen aus Soltau nach Herrenhausen gekommen war. Am Dienstag, dem Tag der Vorpremiere für ein ausgewähltes Publikum, hatten die Festfans Pech: Wegen eines kurzen, aber heftigen Wolkenbruchs musste Böhlmann das Programm für eine halbe Stunde unterbrechen.

Doch beim Kleinen Fest gibt es ja ohnedies Darbietungen auf 36 Bühnen mit mehr als 100 internationalen Akrobaten, Tänzern, Puppenspielern, Zauberern, Comedians, Musikern und anderen außergewöhnlichen Talenten. Weil diese sich im Laufe des Abends wiederholen, bietet sich meist eine zweite oder dritte Gelegenheit, die im Programmheft dick angekreuzte Shownummer zu sehen. Und routinierte Festbesucher wissen: Die zuvor festgelegte individuelle Marschroute von Station zu Station wird gern auch wieder geändert – wenn ein Künstler auf einer der Bühnen im Vorbeigehen doch so gut gefällt, dass man gleich davor stehenbleibt.

Böhlmann, die Besucher und alle anderen Beteiligten hoffen, dass die Regenzeit für das Kleine Fest vorbei ist. Im vergangenen Jahr musste die Veranstaltung gleich dreimal abgesagt werden – das soll sich nicht wiederholen. Die Prognosen jedenfalls sehen gut aus. Heute soll sich schon wieder die Sonne hervorwagen, und am Freitag kommt der Sommer zurück.

Das Kleine Fest im Großen Garten läuft noch bis zum 29. Juli an 15 Abenden, Beginn ist immer um 18.30 Uhr (Einlass ab 17.30Uhr). Pro Veranstaltungstag sind noch jeweils 300 Karten an der Abendkasse erhältlich; ein Ticket kostet nun 32 Euro, ermäßigt 17 Euro.

Von Juliane Kaune

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