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Hannover Hannover hat bundesweit das teuerste Semesterticket
Nachrichten Hannover Hannover hat bundesweit das teuerste Semesterticket
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14:53 30.09.2019
Rund 221 Euro kostet das Semesterticket an der Leibnitz Universität Hannover – das ist mehr als an jeder anderen Hochschule in Deutschland. Quelle: Villegas
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Hannover

Studierende der Leibniz Universität Hannover zahlen im bundesweiten Vergleich für ihr Semesterticket am meisten. Das geht aus einer Umfrage des Personaldienstleisters Zenjob hervor, der die 40 größten deutschen Universitäten nach ihren Gebühren für den öffentlichen Personennahverkehr gefragt hat.

Demnach liegt der Anteil des Semestertickets, den die Studierenden als Teil des Semesterbeitrags halbjährlich zahlen müssen, bei rund 221 Euro. An der Universität Augsburg liegen die Kosten bei rund 63 Euro – das ist das günstigste Ticket im Vergleich. Das wirkt sich auch auf den Semesterbeitrag aus, der die Kosten für das Ticket beinhaltet: In Hannover zahlen Studierende insgesamt rund 408 Euro, in Augsburg etwa nur 115 Euro.

Kosten für Semesterticket schlecht vergleichbar

Auch Studierende an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main müssen mit 220 Euro vergleichsweise viel für ihr Semesterticket zahlen. Platz drei belegt die Universität Paderborn mit rund 219 Euro. Neben Augsburg ist das Ticket für Studierende an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (75,90 Euro) und an der Universität Regensburg (98 Euro) verhältnismäßig günstig.

So ganz einfach lassen sich die Kosten für das Semesterticket jedoch nicht gegenüberstellen. In Augsburg gilt das Ticket nur für den Verkehr in der Innenstadt, während Studierende an der Leibniz Universität Hannover damit in ganz Niedersachsen und Bremen fahren können. Auch in Frankfurt und Paderborn gilt das Ticket jeweils für das ganze Bundesland, in Regensburg und Würzburg dagegen nur in kleinen Verbundräumen.

Landesweites Ticket in Niedersachsen

Seit einem Jahr steht allen Universitäten und Hochschulen in Niedersachsen ein landesweites Ticket zur Verfügung, mit denen die Studierenden sogar bis Magdeburg, Lübeck, Kassel, Paderborn, Bielefeld, Münster und Hamburg fahren können. Hochschulen, Verkehrsbetriebe und die Nahverkehrsgesellschaft hatten die Neuregelung ausgehandelt.

Dass die niedersächsischen Universitäten trotzdem unterschiedlich viel für das Semesterticket verlangen – in Göttingen sind es rund 184 Euro, in Braunschweig rund 163 Euro – liegt an den unterschiedlichen Kosten für den Nahverkehr, den jede Universität noch einmal separat mit den Anbietern aushandelt.

Studierende beschweren sich über hohen Preis nicht

„Das landesweite Semesterticket ist auf viel Begeisterung gestoßen“, sagt Tjard Bornefeld, Referent für politische Bildung beim Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) Hannover. „Wenn die Studierenden mitkriegen, wo man das Ticket überall nutzen kann, haben die meisten für die hohen Kosten Verständnis.“

Das Problem sei eher, dass sich das Ticket für einige gar nicht lohne, sie es aber trotzdem mit dem Semesterbeitrag bezahlen müssten, sagt Bornefeld. „Viele kommen zu uns und fragen, ob sie weniger Semesterbeitrag zahlen müssen, wenn sie das Ticket nicht nutzen. Das geht leider nicht so einfach.“ Das geht leider nicht so einfach.“ Nur mit Sondergenehmigungen sei es möglich, sich die Kosten zu sparen. Für die meisten gilt aber: Egal ob sie wollen oder nicht, sie müssen das Semesterticket mitbezahlen.

Astra und Studentenwerk bezuschussen Ticket in Härtefällen

Für Studierende, die sich das Studium aufgrund des vergleichsweise hohen Semesterbeitrags finanziell nicht leisten können, haben der Asta und das Studentenwerk je einen Topf, aus dem sie diese unterstützen können. 131 angehende Studierende aus Familien, die Sozialleistungen beziehen, konnten 2018 vom Studentenwerk unterstützt werden.

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