Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Polizei Hannover warnt vor Selbstjustiz
Nachrichten Hannover Polizei Hannover warnt vor Selbstjustiz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:12 27.03.2019
Viele Fahrradschlösser lassen sich mit dem entsprechenden Werkzeug leicht knacken. Quelle: Andreas Gebert, dpa
Südstadt-Bult

Das Fazit von Frank Kettelmann fällt kurz und gut aus. „Dieser Stadtbezirk ist lebenswert und liebenswert“ sagt der Polizist und Leiter des Polizeikommissariats Südstadt, Frank Kettelmann. Bei der Anhörung zur Kriminalstatistik in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Südstadt-Bult hebt Kettelmann immer wieder die positive Entwicklung in den beiden Stadtteilen hervor.

Insgesamt sei die Zahl der Straftaten in den beiden Stadtbezirken im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2017 um 6 Prozent auf 5853 zurückgegangen. Die Aufklärungsquote betrug 58,4 Prozent, das entspricht im Vergleich zu 2017 einem Anstieg von 3,6 Prozent. Kettelmann erklärte die Aufklärungsquote mit dem besonders hohen anteil von „aufklärungsungünstigen Delikten“ im Bereich des Polizeikommissariats. Dazu gehören zum Beispiel der Diebstahl von Fahrrädern, der einen Anteil von 10 Prozent an der Gesamtzahl der Delikte hat.

Zunahme bei Rohheitsdelikten

Eine Zunahme verzeichnet die Polizei bei den sogenannten Rohheitsdelikten, dazu gehören auch Raub und Straßenraub. Die Anzahl stieg um 2,8 Prozent auf 663 Delikte, das habe aber auch mit dem veränderten Anzeigeverhalten der Bürger zu tun, meinte Kettelmann. „Die Menschen sind sensibler geworden“, betonte er. Allein die häusliche Gewalt haben einen Anteil an den Rohheitsdelikten von 27 Prozent. Dagegen gab es lediglich 55 Rohheitsdelikte im öffentlichen Raum, betrachtet über einen Zeitraum von fünf Jahren ist das ein Rückgang um ein Viertel.

Einen deutlichen Rückgang gab es bei der Zahl der Fahrraddiebstähle. Im vergangenen Jahr gab es knapp 600 Anzeigen, im Zeitraum der vergangenen fünf Jahre bedeutet das einen Rückgang um 30 Prozent. „Wir finden viele gestohlene Fahrräder wieder“, berichtete Kettelmann. Allerdings sei das Interesse der Bürger, die gestohlenen Fahrräder wieder zurückzubekommen, eher gering.

Selbstjustiz nimmt zu

Eine Gefahr sei die zunehmende Selbstjustiz einiger Bürger, hob Kettelmann hervor. „Wir beobachten das vermehrt“, berichtete der Kommissariatsleiter. So werde beispielsweise gegen Falschparker mit zerkratztem Autolack oder Farbsprühdosen vorgegangen, sagte er. Die Polizei werde sehr genau hinschauen, kündigte er an. „Wir haben bereits einige erwischt.“

Eine kleine Tücke gibt es dennoch bei den Zahlen. Denn die Polizei ist in Hannover nicht nach Stadtteilen organisiert. Zum Polizeikommissariat Südstadt gehören auch Teile der Stadtteile Mitte, Kleefeld, Heideviertel, Groß-Buchholz und Zoo.

Polizeipräsenz bleibt trotz Umorganisation

Übrigens wird die geplante Umorganisation der Polizei in Hannover laut Stadtverwaltung keine Auswirkungen auf die Polizeispräsenz in den Stadtteilen Bult und Südstadt haben. Für den Stadtbezirk bleibe auch unter einer neuen Struktur das Polizeikommissariat Südstadt für den Stadtbezirk zuständig, die Polizei bleibe vor Ort ansprechbar und präsent, schreibt die Verwaltung auf eine Anfrage von Bezirksratsmitglied Thomas Siekermann (FDP).

Von Mathias Klein

Die Stadt Hannover appelliert an Hundehalter, ihre Tiere von Montag an anzuleinen. Den freilaufende Hunde dezimieren andere Tierarten wie zum Beispiel Lerchen.

30.03.2019

Die Einbrecher, die in der Nacht zu Dienstag in das Geschäft des Antiquitätenhändlers Günther Lamers in der Altstadt eingebrochen sind, haben noch reichere Beute gemacht, als bislang bekannt. Nach Schätzungen des Geschädigten liegt der Schaden zwischen 50.000 und 100.000 Euro.

27.03.2019

Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Südstadt-Bult, Lothar Pollähne, würdigt den Verstorbenen als „politisches Urgestein“ und als „Südstädter durch und durch“.

27.03.2019