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Hannover Zahl der Straftaten im Stadtgebiet Hannover auf 70.212 Fälle gesunken
Nachrichten Hannover Zahl der Straftaten im Stadtgebiet Hannover auf 70.212 Fälle gesunken
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16:17 07.03.2019
Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe bei der Präsentation der Kriminalstatistik für das Jahr 2018. Quelle: Morchner
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Hannover

Die Polizeidirektion Hannover blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Die Aufklärungsquote ist mit 63,4 Prozent die zweitbeste der vergangenen 20 Jahre. Die Zahl der Straftaten im Stadtgebiet Hannover ist deutlich zurückgegangen auf 70.212 Taten. Im Jahr zuvor verzeichnete die Polizei im Stadtgebiet noch 77.886 Fälle. Das hat Behördenleiter Volker Kluwe am Donnerstag öffentlich gemacht.

Doch es gibt auch Entwicklungen, die nachdenklich stimmen. Die Zahl der versuchten Tötungsdelikte ist von 38 im Jahr 2017 auf 52 im vergangenen Jahr gestiegen. Das könnte, nach Angaben von Kluwe auch daran liegen, dass die Staatsanwaltschaft seit dem vergangenen Jahr den Angriff mit einer Stichwaffe oberhalb der Gürtellinie automatisch als versuchte Tötung einstuft. Die Zahl der vorsätzlichen Tötungsdelikte, bei denen eine Stichwaffe zum Einsatz gekommen ist, ist im vergangenen Jahr ebenfalls gestiegen. Verzeichnete die Statistik im Jahr 2017 in 39,13 Prozent der Fälle den Einsatz einer Stichwaffe, waren es ein Jahr später bereits 43,33 Prozent.

Führt #MeToo-Debatte zu mehr Anzeigen von Sexualdelikten?

Auch gestiegen ist die Zahl der Sexualdelikte – um 31,42 Prozent auf 1033 Taten. Damit bewegt sich die Zahl dieser Straftaten nach Angaben der Behörde auf dem Niveau des Jahres 2000. „Der erneute Anstieg der registrierten Sexualstraftaten ist sehr unerfreulich“, sagte Polizeipräsident Kluwe. Eine mögliche Erklärung dafür sei die sogenannte #MeToo-Debatte um sexuelle Übergriffe, die im vergangenen Jahr international geführt wurde. Dadurch habe sich möglicherweise das Anzeigeverhalten bei den Opfern sexueller Gewalt geändert, so dass die Polizei auch in Hannover häufiger als bislang Kenntnis von derartigen Übergriffen erhält.

Mehr Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte

Gestiegen ist zudem die Zahl der Angriffe auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte. Waren es 2017 noch 44, registrierte die Polizei für das vergangenen Jahr bereits 53 Fälle. Auch die Zahl der im Dienst angegriffenen Polizeibeamten ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. 694 Fälle sind in der Statistik verzeichnet, bei denen mindestens ein Beamter oder eine Beamtin Opfer einer Straftat geworden ist. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 23 Fälle. „Es ist uns ein Anliegen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter psychisch und physisch bestmöglich auf derartige Szenarien vorzubereiten“, sagt Savas Gel, der Leiter des Dezernats Prävention und Kriminalitätsbekämpfung. Die Polizeidirektion setze in diesem Zusammenhang auf Aus- und Fortbildung, moderne Ausrüstung und die neusten Erkenntnisse aus der Forschung, sagte Gel weiter.

BMW werden am häufigsten aufgebrochen

Die Zahl der Autoaufbrüche ist im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr deutlich, um 18,65 Prozent, zurückgegangen. Spitzenreiter bei den Fahrzeugtypen, die am häufigsten ins Visier der Täter geraten, sind nach wie vor Fahrzeuge der Firma BMW. Hier werden aus den Wagen häufig Airbags oder festinstallierte Navigationsgeräte entwendet. Rückläufig ist auch die Zahl der Wohnungseinbrüche. Sie sank von 2919 Taten im Jahr 2017 auf 2290 Taten ein Jahr später. „Das liegt nicht nur an der guten Arbeit der Polizei, sondern auch daran, dass die Wohnungen und Häuser der Bürgerinnen und Bürger immer besser gesichert sind“, sagt Volker Kluwe.

Von Tobias Morchner

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