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Hannover Ratspolitik hält an Bewerbung um Kulturhauptstadt fest
Nachrichten Hannover Ratspolitik hält an Bewerbung um Kulturhauptstadt fest
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00:22 02.05.2019
Im Rathaus wird weiter an der Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt gearbeitet – trotz Krise. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Kann Hannover die Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt schaffen, obwohl der Oberbürgermeister zurücktritt und Neuwahlen anstehen? Die Ratspolitik ist davon überzeugt. Kulturpolitiker mehrerer Fraktionen haben sich am Montag zu einem Gespräch mit Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf im Rathaus getroffen. Der Kulturentwicklungsplan, ein Baustein in der Bewerbung, wurde skizziert und die Frage erörtert, ob das Verfahren fortgesetzt werden sollte. Tenor der Ratsmehrheit: Jetzt erst recht.

„Ein Vorzeigeprojekt – auch in schwierigen Zeiten“

„Es wäre fatal, von der Bewerbung abzugehen“, sagt SPD-Kulturpolitiker Andreas Markurth. Die Kulturhauptstadtbewerbung sei ein Vorzeigeprojekt – auch und gerade in schwierigen Zeiten. Sollte ein neuer Oberbürgermeister gewählt werden, wäre dieser schlecht beraten, den Rotstift bei der Kulturhauptstadt anzusetzen. Der Ansicht ist auch die CDU. „Das Thema ist größer als eine einzelne Person“, sagt CDU-Fraktionschef Jens Seidel. Er plädiere dafür, die konstruktive Arbeit der Fraktionen fortzuführen.

Die Grünen räumen ein, dass die Rathausaffäre die Arbeit an der Bewerbung nicht erleichtert habe. „Wir hätten uns einen OB mit Kraft und Elan gewünscht“, sagt Grünen-Kulturexperte Daniel Gardemin. Dennoch stehe Hannover im Vergleich zu anderen Bewerberstädten sehr gut da. „Wir wollen das fortsetzen“, sagt Gardemin. Der Ansicht ist auch die FDP, Mitglied im Mehrheitsbündnis mit Grünen und SPD. „Wir haben beste Chancen und stehen das durch“, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Schließlich spiele der OB im gesamten Verfahren eine eher untergeordnete Rolle. „Die Stadt bewirbt sich, nicht der Oberbürgermeister“, sagt Engelke.

Kulturhauptstadt kostet 80 Millionen Euro

Die Bewerbungsmappe, das sogenannte Bid Book, muss im September abgegeben werden. Die wichtigsten Beschlüsse, etwa über den Kostenplan, muss der Rat noch vor der Sommerpause fällen. Nach Angaben der Kulturdezernentin kosten Planung und Organisation des Kulturhauptstadtjahrs rund 80 Millionen Euro. Nur einen Teil davon trägt die Stadt, gerechnet wird im Rathaus mit einem zweistelligen Millionenbetrag.

Von Andreas Schinkel

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