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Hannover Bürger können Standorte für Ladepunkte von E-Autos vorschlagen
Nachrichten Hannover Bürger können Standorte für Ladepunkte von E-Autos vorschlagen
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11:15 02.05.2019
Rainer Konerding (links) und Harald Halfpaap wollen die Elektromobilität in Hannover voranbringen. Quelle: Tim Schaarschmidt
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480 öffentliche Ladepunkte zum Stromtanken für Elektrofahrzeuge wollen die Stadtwerke Enercity bis Ende 2020 installieren und Hannover damit zur Stadt mit der gemessen an der Einwohnerzahl höchsten Versorgungsdichte im Bundesgebiet machen. An der Standortsuche können sich noch bis Juni auch Bürger beteiligen, und das tun sie bereits recht fleißig.

Bisher hat Enercity knapp 600 Vorschläge gesammelt. Die meisten gingen für Vahrenwald und die List ein, was noch relevant werden könnte. Der Energieversorger hat unter dem Namen „Vorfahrer-Challenge“ einen Wettbewerb für die Stadtbezirke ausgeschrieben. Der Sieger mit den meisten Standortvorschlägen gewinnt eine Veranstaltung mit Informationsangebot, Fahrzeugpräsentation und der Gelegenheit zu Probefahrten mit Stromautos.

„Vorfahrer-Dialog“ nennen die Stadtwerke eine Serie von vier öffentlichen Veranstaltungen zum Thema, bei der Bürger beraten werden, Fragen stellen können und weitere Standorte vorschlagen dürfen. Zur ersten im historischen Gasometer auf der Betriebsstätte Glocksee kamen gerade einmal ein Dutzend Interessierte. Harald Halfpaap von Enercity bekümmert das nicht sonderlich. „Das liegt daran, das unser Internetangebot so gut wahrgenommen wird“, sagt er. Es läuft auf der Seite www.enercity.de/vorfahren und beinhaltet auch den Menüpunkt für die Wunschstandorte. Wer dort einen Vorschlag macht, kann eine Vier-Tages-Reise für zwei Personen nach Oslo gewinnen.

„Grundsätzlich ist jeder Standortwunsch willkommen“, erklärt Rainer Konerding von der Klimaschutzleitstelle der Stadt. Die mögliche Umsetzung hänge dann aber doch von vorgegebenen Rahmenbedingungen ab, die geprüft werden müssten. „Ziel ist es, in jedem der 13 Stadtbezirke mindestens zwei und in jedem der 51 Stadtteile einen Ladepunkt einzurichten“, sagt Konerding. Es gelte eine „Drei-Nachbarn-Regel“, die besagt, dass im Umfeld einer Station drei Elektroautobesitzer wohnen sollen. Außerdem seien Kriterien wie Erreichbarkeit, zentrale Lage, Vereinbarkeit mit dem Baurecht, Stadtgestaltung, technische Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

Der nächste Vorfahrer-Dialog steht am Montag, 6. Mai, 18 Uhr, im Freizeitheim Vahrenwald an der Vahrenwalder Straße 92 für Einwohner der Stadtbezirke Vahrenwald-List, Bothfeld-Vahrenheide, Herrenhausen-Stöcken und Nord an. Am Mittwoch, 15. Mai, folgt ebenfalls von 18 Uhr an die Veranstaltung bei den Stadtwerken an der Stammestraße 105 in Ricklingen. Sie richtet sich an die Stadtbezirke Ricklingen, Linden-Limmer und Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Den Reigen beschließt am Montag, 3. Juni, 18 Uhr der Termin im Bürgerhaus Misburg an der Seckbruchstraße 20 für die Stadtbezirke Misburg-Anderten, Kirchrode-Bemerode-Wülferode und Döhren-Wülfel.

Kommentar: Wettbewerb der Stadtbezirke

Wie bringt man das Thema E-Mobilität in Hannover voran? Enercity hat auf diese Frage eine einfallsreiche Antwort gefunden: Mit einem Wettbewerb der Stadtbezirke – unter anderem. Ende März rief Enercity alle 13 Bezirke Hannovers zum Wettbewerb „Vorfahrer-Challenge“ um mehr E-Mobilität auf. Bürger, die eine Ladestation für Elektroautos vor ihrer Tür haben möchten, können ihren Wunschstandort seither online auf einer Karte eintragen. Oder ihn bei einem der vier Vorfahrer-Dialoge abgeben, die Enercity stadtweit organisiert. Der erste fand gerade am Stadtwerke-Standort Glocksee statt. Unter den teilnehmenden Bürgern wird eine Reise nach Oslo, Europas führender E-Mobilitätsstadt, ausgelost. Und der Stadtbezirk mit den meisten Standortvorschlägen gewinnt eine „Roadshow“ mit Infos, Fahrzeugpräsentation und Probefahrten mit Stromautos.

Erklärtes Ziel von Enercity ist, das dichteste Ladenetz Deutschlands aufzubauen. Dafür ist der Wettbewerb eine prima Idee – nicht nur, weil so das Thema E-Mobilität ganz dicht an Bürger und Nachbarschaften herangetragen wird, sondern auch, weil das Unternehmen dadurch Wichtiges über seine Kunden erfährt. Wo ist das Interesse besonders groß? Welche Standorte eigenen sich besonders gut? Und nicht zuletzt: Wo gibt es noch Nachholbedarf?

Von Bernd Haase

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