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Hannover Senior bekommt 7866 Euro für vergammeltes Lagergut
Nachrichten Hannover Senior bekommt 7866 Euro für vergammeltes Lagergut
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15:26 13.02.2019
Auch diese Matratze war nicht mehr zu verwenden. Quelle: privat
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Hannover

 Ein früherer Unternehmer aus der Region Hannover, dessen Lagergut nach jahrelanger Lagerung bei einer renommierten hannoverschen Spedition unbrauchbar geworden war, hat vor dem Landgericht einen Sieg errungen – jedoch einen zweifelhaften. Die 3. Zivilkammer sprach dem Kläger als Schadensersatz für seine Möbel, Werkzeuge, Haushaltsgegenstände und Kleidungsstücke, die er 2014 nach 18 Jahren Lagerung in Innenstadtnähe unvollständig, verschimmelt und beschädigt zurückbekommen hatte, 7866 Euro zu. Allerdings hatte der Ruheständler mehr als 46.500 Euro geltend gemacht.

„Die Vertragsverletzung der Beklagten ist unstreitig“, urteilte das Gericht. So war der Container des Seniors, der 1996 nach Thailand übergesiedelt war und mit seiner Frau eine Ananasplantage betrieb, kurze Zeit später aufgebrochen worden. 1999 entschuldigte sich die Spedition bei ihrem Kunden und erläuterte, dass ein Disponent für das Leer- und Umräumen verantwortlich gewesen und entlassen worden sei. Doch bei der erneuten Einlagerung übersah die Firma offenbar, dass etliche Gegenstände fehlten oder auf dem Speditionsgelände Feuchtigkeit gezogen hatten. So gammelte das Lagergut vor sich hin, bis es der erschrockene Besitzer 2014 in elendigem Zustand zurückbekam.

Zeitwert ist viel geringer

Im vergangenen Sommer wurde ein Gutachter beauftragt, den Wert des Eigentums des 74-Jährigen zu ermitteln. Doch weil seit der Einlagerung viele Jahre ins Land gegangen waren, konnte der Sachverständige nur den Zeitwert veranschlagen – und dieser war erheblich niedriger als die Neuanschaffungskosten von ursprünglich 66.500 Euro. Zudem hatte der Senior nach eigenem Bekunden für die Lagerung 35.000 Euro Miete gezahlt; im Zuge eines anderen Prozesses erklärte sich die Spedition auf dem Vergleichswege zur Rückerstattung von 8000 Euro Mietkosten bereit.

Der Ex-Unternehmer fühlt sich über den Tisch gezogen und spricht von einer „unglaublichen Geschichte“; aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes will er die juristische Auseinandersetzung jetzt aber beenden und auf eine Berufung verzichten. Sein Anwalt Tobias Bathon, spezialisiert auf Transport- und Speditionsrecht, nennt das Geschäftsgebaren der Spedition „unschön“ und stellt die – rhetorische – Frage: „Warum konnte die Firma ihrem Kunden bei einem solch massiven und selbst eingeräumten Fehlverhalten nicht stärker entgegenkommen?“

Von Michael Zgoll

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