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Hannover Überfall auf Hochzeitskurier – Täter verurteilt
Nachrichten Hannover Überfall auf Hochzeitskurier – Täter verurteilt
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14:45 27.05.2019
Verteidiger Bernward Hink (l.) hatte Freispruch für seinen Mandanten gefordert - doch das Gericht sprach Ralph J. wegen gefährlicher Körperverletzung schuldig. Quelle: Michael Zgoll
Hannover

Wegen eines Überfalls auf einen Kurden, der häufig als Transporteur von Gold und Schmuck für Hochzeitspaare tätig war, hat das Landgericht Hannover den 58 Jahre alten Ralph J. zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Die 12. Große Strafkammer unter Vorsitz von Richterin Britta Schlingmann sprach den Angeklagten der gefährlichen Körperverletzung schuldig, weil er das Opfer am 29. Oktober 2017 gemeinsam mit einem Bekannten aus Hildesheim vor einem Mietshaus in Anderten zusammengeschlagen hatte. Dass der Kurier zudem ausgeraubt werden sollte, hielt das Gericht für wahrscheinlich, aber nicht belegbar. Der 24-jährige Sohn des Verurteilten wurde freigesprochen, da ihm keine Beteiligung an dem Überfall nachgewiesen werden konnte. Für den Vater hatte der Staatsanwalt eine Haftstrafe von drei Jahren gefordert.

Erhebliche Verletzungen

Der 52-jährige Kurde syrischer Herkunft erlitt bei dem mitternächtlichen Angriff vor anderthalb Jahren eine Schädelprellung und Kopfplatzwunden, außerdem trug er eine gebrochene Rippe sowie einen gebrochenen Finger davon. Nach eigenem Bekunden leidet er bis heute unter den seelischen und körperlichen Folgen der Tat. Das Gericht folgte dem Antrag seiner Anwältin, wonach ihm der angeklagte Ralph J. 4000 Euro Schmerzensgeld zahlen muss. 2000 Euro gelten als Bewährungsauflage; überweist der 58-Jährige die monatlichen Raten von je 100 Euro nicht, kann die Bewährung widerrufen werden.

Ein weiterer, an dem Überfall beteiligter 53-Jähriger gilt als psychisch krank. Er hatte den Angriff auf das Opfer eingeräumt. Auch Ralph J. gestand in seinem Schlusswort, in der fraglichen Nacht in Anderten gewesen zu sein; außerdem führten die zwei Männer in jener Nacht viele Telefonate. In welcher Beziehung Täter und Opfer nun genau zueinander standen und welche Hintergründe der Überfall im Detail hatte, blieb der Kammer verborgen.

Von Michael Zgoll

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