Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Bund und Länder drehen Geoforschern in Hannover den Geldhahn zu
Nachrichten Hannover Bund und Länder drehen Geoforschern in Hannover den Geldhahn zu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:53 14.08.2019
Angewandte Geophysik: Mitarbeiter des Leibniz-Instituts bauen ein Thermometer auf einem Bohrplatz in Hannover zusammen, um eine Messung in 3900 Metern Tiefe vorzunehmen. Quelle: Jochen Lübke/dpa
Anzeige
Hannover

Jetzt ist es offiziell: Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) wird aus der Leibniz-Gemeinschaft ausgeschlossen. Das hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) beschlossen, wie das niedersächsische Wirtschaftsministerium in Hannover am Mittwoch auf Anfrage der HAZ bestätigte.

Damit wird es eng für das LIAG mit seinen gut 85 Mitarbeitern in Lahe. Denn es gibt im neuen Jahr kein Geld mehr aus der Forschungsförderung von Bund und Ländern. „Auch die gemeinsame Förderung wird beendet“, erklärte eine Ministeriumssprecher. Das bedeutet, dass das Land vom kommenden Jahr an allein für den Erhalt der Geoforschung in Hannover aufkommen muss. Das Land will das LIAG erhalten.

„Grundlegende Kritikpunkte“

Die Schwierigkeiten waren absehbar: Bereits im März hatte die Leibniz-Gemeinschaft mit Sitz in Berlin empfohlen, die Förderung einzustellen. Es sei nicht gelungen, am LIAG ein wissenschaftliches Institutsprofil zu entwickeln und selbstständige Forschungsthemen zu setzen, hieß es zur Begründung in einer Bewertung der Leibniz-Gemeinschaft, einem Zusammenschluss von 95 selbstständigen Forschungseinrichtungen. „Vor dem Hintergrund grundlegender inhaltlicher und struktureller Kritikpunkte empfiehlt der Senat Bund und Ländern, die gemeinsame Förderung des LIAG zu beenden.“ Dem ist die GWK in ihrer jüngsten Sitzung nun gefolgt. In der GWK sitzen der Bund und die 16 Länder an einem Tisch und beraten über die gemeinsame Forschungspolitik.

Damit ist das Ende des LIAG aber nicht besiegelt. „Das Wirtschaftsministerium setzt sich dafür ein, dass das Institut erhalten bleibt und möglichst schnell wieder in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen wird“, sagte ein Ministeriumssprecher. Eine Arbeitsgruppe soll das LIAG nun fit für die Zukunft machen. „Die frühestmögliche Wiederaufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft ist im Januar 2026 möglich.“

Von Karl Doeleke

Im Kampf gegen Wohnungsnot und steigende Mietpreise schlägt SPD-Oberbürgermeisterkandidat Marc Hansmann vor, dass die städtische Immobiliengesellschaft Hanova den Kauf von Wohnungen der Deutsche Wohnen prüft. Der Immobilienkonzern kündigte an, allein in Norddeutschland 6500 Wohnungen verkaufen zu wollen.

14.08.2019

Die Grünen im Rat wünschen sich mehr Natur auf Hannovers Schulhöfen. Noch immer gebe es zu viele Asphaltflächen. Daher müsse mehr Geld in die Hand genommen werden, um Rasen, Büsche und Bäume zu pflanzen.

14.08.2019

Ein 28-Jähriger muss sich wegen Körperverletzung verantworten – erscheint aber nicht vor Gericht. Auslöser der Attacke auf eine Jobcenter-Mitarbeiterin war ein Streit um einen nicht ausgezahlten Verrechnungsscheck. Neuer Verhandlungstermin ist der 4. September.

14.08.2019