Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Geoforscher in Hannover bekommen kein Geld mehr
Nachrichten Hannover Geoforscher in Hannover bekommen kein Geld mehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 30.03.2019
Angewandte Geophysik: Mitarbeiter des Leibniz-Instituts bauen ein Thermometer auf einem Bohrplatz in Hannover zusammen, um eine Messung in 3900 Metern Tiefe vorzunehmen. Quelle: Jochen Lübke/dpa
Anzeige
Hannover

Dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik mit Sitz in Lahe droht das Geld auszugehen. Für maximal noch drei Jahre ist die Finanzierung der Forschungseinrichtung am Geozentrum gesichert. Das teilte das LIAG am Mittwoch in Hannover mit. Das Institut wird gemeinsam vom Bund und den Ländern getragen – die Förderung wird in Zukunft aber auf Empfehlung der Leibniz-Gemeinschaft eingestellt. Davon betroffen sind insgesamt 85 Beschäftigte in Lahe.

Negative Bewertung der Forschungsarbeit

Es sei nicht gelungen, am LIAG ein wissenschaftliches Institutsprofil zu entwickeln und selbstständige Forschungsthemen zu setzen, heißt es in einer Bewertung der Arbeit durch die Leibniz-Gemeinschaft, einem Zusammenschluss von 95 selbstständigen Forschungseinrichtungen. Wichtige Positionen am LIAG konnten über Jahre nicht besetzt werden. „Vor dem Hintergrund grundlegender inhaltlicher und struktureller Kritikpunkte empfiehlt der Senat Bund und Ländern, die gemeinsame Förderung des LIAG zu beenden“, teilte die Leibniz-Gemeinschaft mit.

„Wissenschaftlich gut“

Der kommissarische Direktor des LIAG, Manfred Frechen, widerspricht der Bewertung: „Wir sind wissenschaftlich gut. Wir brauchen das LIAG. Wo sonst wird in Deutschland noch angewandte Geophysik betrieben?“ Am LIAG wird etwa daran geforscht, wie Erdwärme aus bis zu 2000 Metern tief liegenden Schichten für das Heizen von Gebäuden nutzen lässt.

Ein Vertreter des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums kündigte am Mittwoch vor den Mitarbeitern in Lahe an, man wolle den Forschungsstandort dennoch erhalten. Ein Ministeriumssprecher sagte: „Wir nehmen die Bewertung, die Defizite aufgezeigt hat, sehr ernst. Wir wollen das LIAG aber erhalten. Es muss sich jetzt neu aufstellen. Dafür sind noch drei Jahre Zeit.“

Von Karl Doeleke

Bürger zerkratzen oder besprühen immer häufiger Autos von Falschparkern. Das sagt der Leiter des Polizeikommissariats Südstadt-Bult, Frank Kettelmann, bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik.

27.03.2019

Die Stadt Hannover appelliert an Hundehalter, ihre Tiere von Montag an anzuleinen. Den freilaufende Hunde dezimieren andere Tierarten wie zum Beispiel Lerchen.

30.03.2019

Die Einbrecher, die in der Nacht zu Dienstag in das Geschäft des Antiquitätenhändlers Günther Lamers in der Altstadt eingebrochen sind, haben noch reichere Beute gemacht, als bislang bekannt. Nach Schätzungen des Geschädigten liegt der Schaden zwischen 50.000 und 100.000 Euro.

27.03.2019