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Hannover Hochhaus in der Nordstadt bekommt eine neue Fassade
Nachrichten Hannover Hochhaus in der Nordstadt bekommt eine neue Fassade
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11:48 13.09.2019
Der Siegerentwurf des Schweizer Architekten Max Dudler. Quelle: Max Dudler Architekturbüro
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Hannover

Das 18 Stockwerke zählende Hochhaus der Leibniz-Uni in der Appelstraße in der Nordstadt bekommt eine neue Fassade. Seit Ende 2018 umspannt ein Sicherheitsnetz das 1972 errichtete Gebäude. Die Außenhaut des für die ingenieurwissenschaftlichen Institute erbauten Hochhauses ist nach Angaben der Universität Hannover dringend sanierungsbedürftig. Platten drohen herabzustürzen, ohne das Sicherheitsnetz drohe Lebensgefahr. Die Uni-Leitung hat daher einen vom Land finanzierten Architektenwettbewerb ausgerufen. Gewonnen hat der Entwurf des Berliner Büros des Schweizer Architekten Max Dudler, der jetzt vorgestellt wurde.

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Der Siegerentwurf setzte sich gegen elf weitere Arbeiten durch. Er überzeugte die Jury, weil er ein „zeitloses Konzept mit dauerhafter Wertigkeit“ verbinde, wie Vizepräsident Christoph Strutz bei der Vorstellung des Siegerentwurfs sagte. Die Pläne überzeugten durch die „zurücknehmende Klarheit und Wirtschaftlichkeit“ sowie das Zusammenspiel aus Glas- und Metallflächen – der Entwurf erinnert eher an ein Bürogebäude als einen Institutsbau.

Dringend sanierungsbedürftig: Das Uni-Hochhaus beherbergt Institute und Seminarräume der Fakultäten Bauingenieurwesen und Geodäsie sowie Elektrotechnik und Informatik. Quelle: Moritz Frankenberg

Mindestens 20 Millionen Euro Kosten

Was die neue Fassade kosten soll, steht noch nicht endgültig fest. „Wir wissen nicht, wann es losgeht und wie sich die Baukosten bis dahin entwickeln“, sagte Strutz. Sicher ist aber, dass der in einigen Jahren fällige Austausch des Sicherheitsnetzes nach Angaben von Gebäudemanager Horst Bauer 200.000 bis 300.000 Euro kosten würde. Die neue Fassade könnte das Land laut Strutz am Ende ungefähr 20 Millionen Euro kosten. Das zuständige Wissenschaftsministerium des Landes bekommt nun Unterlagen und Verträge zur Prüfung.

Bauingenieure, Elektrotechniker und Informatiker müssen während der Arbeiten, wenn sie denn losgehen, nicht umziehen. Die Sanierung soll im laufenden Betrieb durchgeführt werden. Das Innere des Hochhauses soll in seinem Bestand unverändert bleiben.

Eine Auswahl der Wettbewerbsbeiträge bestehend aus Zeichnungen, Montagen und Modellen ist vom 12. bis zum 19. September im Lichthof der Leibnitz Universität öffentlich ausgestellt.

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