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Hannover Bezirksrat will keine Fössebad-Tribüne
Nachrichten Hannover Bezirksrat will keine Fössebad-Tribüne
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12:47 22.10.2018
Noch ist das alte Hallenbad in Betrieb. Quelle: Moritz Frankenberg
Limmer

Zurzeit streiten Vertreter des Sports und die Politiker im Rat der Stadt über die Größe einer Tribüne für den Neubau des Fössebads. Der Bezirksrat Linden-Limmer hat sich nun auf eigene Weise in die Debatte eingemischt: Die Stadtteilpolitiker fordern einen kompletten Verzicht auf die Tribüne – und wollen das so eingesparte Geld für den Bau eines Außenbeckens einsetzen. Einen entsprechenden Antrag der Grünen hat das Gremium jetzt mit großer Mehrheit auf den Weg gebracht.

Bisher hat die Stadt eine Tribüne mit 250 Plätzen für das rund 20 Millionen Euro teure neue Hallenbad eingeplant. Der Wassersportverein Waspo, der Stadtsportbund, der Landesschwimmverband und der Hochschulsport wollen aber mindestens 500, besser 1000 Plätze für das Publikum bei Wettkämpfen zur Verfügung stellen. SPD und Grüne im Stadtrat stehen hinter dem Konzept der Verwaltung, nur die FDP, Partner im Mehrheitsbündnis, verlangt mehr Zuschauerkapazität.

Den Konflikt nehmen die Fraktionen im Bezirksrat zum Anlass, ihre Forderung nach einem Fösse-Freibad zu erneuern. Hartnäckig hatte das Gremium über Monate daran festgehalten – im Sommer vergangenen Jahres aber entschied die Ampelkoalition im Stadtrat, dass ein Freibad nicht finanzierbar sei und nur die Anschlüsse dafür vorgehalten werden sollen.

„Wir sollten ruhig gestellt werden, aber wir machen weiter“, erklärte Marlen Martin, Vize-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bezirksrat, den jüngsten Vorstoß im Zuge der Beratungen zum städtischen Etat 2019/20. Rund 750 000 Euro ließen sich sparen, wenn die von der Stadt geplante Tribüne gestrichen würde, rechnen die Grünen in ihrem Antrag vor. Diese Summe soll nach ihren Vorstellungen für das knapp 1,9 Millionen Euro teure Außenbecken verplant werden. Um auch die restlichen Kosten zu decken, sollten Gewerbesteuern eingesetzt werden. Die Linken legten einen eigenen Antrag mit einer Freibad-Forderung vor.

Nur die SPD-Fraktion im Bezirksrat stimmte gegen beide Anträge. Es sei schon ein Erfolg, dass Limmer überhaupt ein neues Hallenbad bekomme, meinte Fraktionschef Matthias Voß. Die CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Steingrube unterstützte ausdrücklich die Forderungen von Grünen und Linken. In der Tribünen-Diskussion gab sie zu bedenken, dass das Wohnquartier rund ums Fössebad den bei großen Sportveranstaltungen zu erwartenden Autoverkehr nicht verkraften könne. „Man sollte lieber das Stadionbad als reines Sportbad ausbauen“, erklärte Steingrube.

Von Juliane Kaune

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