Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Längere Fußgängerzone in Linden? Die Stadt lehnt ab
Nachrichten Hannover Längere Fußgängerzone in Linden? Die Stadt lehnt ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 28.08.2019
Die Fußgängerzone der Limmerstraße soll nach Auffassung der Stadt so bleiben, wie sie ist. Quelle: Christian Link
Anzeige
Linden-Nord

Im April hatte der Stadtbezirksrat Linden-Limmer auf Antrag der Grünen hin mehrheitlich die Stadt aufgefordert, die Verlängerung der Fußgängerzone der Limmerstraßevom Kötnerholzweg entweder um 200 Meter bis zur Ungerstraße oder um weitere 100 Meter bis zur Comeniusstraße zu prüfen. Das Ergebnis liegt nun vor: Die Nachteile überwiegen – besonders beim Verkehr.

Mehr Autoverkehr in Wohngebieten befürchtet

Die Grünen hatten eine größere Fußgängerzone als Ausgleich für den Hochbahnsteigbau in der Straße gewünscht. Als der Prüfauftrag im April beschlossen wurde, hatten andere Fraktionen befürchtet, der Autoverkehr würde sich in einem solchen Fall Schleichwege durch die angrenzenden Wohngebiete suchen.

Genau dieses Szenario erwartet man auch bei der Stadt. „Die Limmerstraße im Bereich von Kötnerholzweg bis zur Ostrampe des Messeschnellweges ist ein wesentlicher Bestandteil des Vorbehaltsnetzes und schließt an beiden Ende an das Hauptstraßennetz an. Durch diese Spange werden die wesentlichen Verkehre in Linden-Nord organisiert und der Bezirk erschlossen“, schreibt die Verwaltung in ihrer Stellungnahme.

Limmerstraße in Linden: In der Nähe soll ein Hochbahnsteig gebaut werden. Quelle: Tim Schaarschmidt

Parkplätze müssten weichen

Würde die autofreie Zone erweitert, würde dieses sogenannte Vorbehaltsnetz unterbrochen. Zwar führen dann weniger Autos über die Limmerstraße, aber: „Die Zielverkehre für Linden-Nord müssten über die Wohnquartierstraßen abgewickelt werden, die aber dafür gar nicht ausgelegt sind“.

Es entstünden Umwege für die Autofahrer, was ökologisch bedenklich sei. Auch müssten Parkplätze weichen, was die Stadt wegen der Stellplatz-Knappheit auch für problematisch hält. Und schließlich sorgt sie sich auch um die Verkehrssicherheit in den Anwohnerstraßen.

Zwar sieht die Verwaltung in einer längeren Fußgängerzone durchaus eine städtebauliche Verbesserung auf einem Teilstück der Limmerstraße, hält aber die Nachteile für gravierender. Es sei auch das weiträumige Straßennetz betroffen und nicht nur das im Stadtbezirk.

Grüne wollen mit allen Interessengruppen reden

Steffen Mallast, Fraktionsvorsitzender der Grünen, bewertet die Stellungnahme der Stadt durchaus positiv. „Es zeigt, dass eine Ausweitung der Fußgängerzone möglich wäre und dann täglich weniger Autos durch Linden-Nord fahren würden“. Durchgangs- und Ausweichverkehr könnten durch ein Einbahnstraßensystem unterbunden werden, meint Mallast. Es sei nun wichtig, mit allen Interessengruppen und Betroffenen ins Gespräch zu kommen, um Vor- und Nachteile abzuwägen.

Lesen Sie auch:

Bau der Hochbahnsteige auf der Limmerstraße beginnt im Sommer 2021

Von Bernd Haase

Ein 61-Jähriger, der Taxifahrer werden will, sollte sich vor dem Amtsgericht Hannover wegen Bestechung verantworten – doch er tauchte nie auf. Nicht einmal sein Verteidiger hatte den Mann je gesehen. Gleichwohl verhängte der Richter einen saftigen Strafbefehl.

28.08.2019

Die Stadt sucht nach einem neuen Standort für das Stadtarchiv. Die CDU kritisiert das Vorgehen: Die Verwaltung wolle mit einer Ausschreibung Fakten schaffen und übergehe die Politik.

28.08.2019
Hannover Auftakt der Reihe „ÜberMorgen“ - Gesund bleiben – wie geht das?

Haben wir zu viele Kliniken? Schafft die Politik grundlegende Veränderungen im Gesundheitssystem? Diesen Fragen gehen die Hannoversche Allgemeine Zeitung und die Sparkasse Hannover in der Reihe „ÜberMorgen“ nach. Zum Auftakt diskutierten Gesundheitsexperten beim Turnklubb zu Hannover (TKH).

28.08.2019