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Hannover Lindener Markt: So geht es mit der Postfiliale weiter
Nachrichten Hannover Lindener Markt: So geht es mit der Postfiliale weiter
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00:21 18.08.2018
Die Post am Lindener Markt ist schon länger eingerüstet – nun ist klar, was dort passiert. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Linden-Mitte

Gute Nachricht für alle Lindener: Die Post wird an ihrem angestammten Sitz am Lindener Marktplatz bleiben. Das hat der Eigentümer des Gebäudes, das derzeit umgebaut wird, jetzt auf Anfrage des Stadt-Anzeigers bestätigt. Die Postfiliale bleibe zunächst bis Ende dieses Jahres an der bisherigen Stelle in Betrieb, erklärt Andreas von Graevemeyer von der AVG Grundstücks GmbH, die ihren Sitz in Bemerode hat. Danach wird auf dem Gelände übergangsweise eine Containeranlage für alle Postdienstleistungen errichtet, bis die fertig modernisierte Filiale im Spätherbst 2019 wieder eröffnet. Von Graevemeyer bestätigt zudem, dass ein Lebensmittelmarkt in einen Teil des Gebäudes einziehen wird – den Namen nennt er noch nicht. Im Dachgeschoss will er zwölf neue Mietwohnungen bauen.

Über Wochen haben die Lindener gerätselt, was mit dem Post-Gebäude geschieht. Weil die Fassade großflächig eingerüstet ist und unübersehbar Bauarbeiten laufen, wurde spekuliert, ob die Post ihren dortigen Standort möglicherweise aufgibt. Das sei nicht der Fall, stellt von Graevemeyer klar: „Besonders die Post ist ja für viele Lindener an diesem Standort ganz wichtig.“ Nach seinen Worten werden Post und Postbank auch nach dem Umbau für die Kunden wie bisher im Hochparterre zu finden sein. Das Gebäude bekommt ein neues Eingangsportal, die Treppe und der Fahrstuhl werden nach innen verlegt.

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Supermarkt kommt, Schließfächer gehen

Die für die Vertragsverhandlungen zuständige Postbank bestätigt, „das Angebot an Finanz-, Post- und Paketdienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort“ werde aufrechterhalten. Der Stadtteil Hannover-Linden sei ein wichtiger Standort, an dem die Post festhalten wolle – es sei ein „langjähriger Mietvertrag“ unterzeichnet worden. Durch die Modernisierung würden „neue, größere und modernere Räumlichkeiten“ entstehen.

Im Erdgeschoss des rechten Gebäuderiegels will Bauherr von Graevemeyer auf rund 800 Quadratmetern einen Nahversorger ansiedeln. Die Post benötige die Schließfächer und Verwaltungsräume in diesem Bereich künftig nicht mehr, erklärt er. Der Bauantrag werde zurzeit von der Stadt bearbeitet. Die Mietverträge seien „in der finalen Abstimmung“. Sobald sie unterzeichnet sind, will er den Namen des Lebensmittelanbieters nennen.

Auch die übrigen Etagen des 1952 als Postverteilzentrum errichteten Hauses will von Graevemeyer umbauen und modernisieren. Er hatte das Gebäude 2013 erworben. Nun investiere er einen „mittleren siebenstelligen Betrag“. Das im ersten Geschoss vorhandene Fitness-Center bleibe erhalten, betont der Gebäudeeigentümer. Im darüberliegenden Stockwerk werden künftig Büros der Postbank untergebracht. Im neu errichteten Dachgeschoss schließlich sind zwölf neue Mietwohnungen mit einer Größe zwischen 70 und 120 Quadratmetern geplant. Die Mieter einer bereits im Gebäude vorhandenen Wohnung, die seit Jahren dort leben, müssten nicht ausziehen, versichert von Graevemeyer. „Sie können dort bleiben.“

Von Juliane Kaune