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Hannover Vier-Gruppen-Kita entsteht auf Faust-Wiese
Nachrichten Hannover Vier-Gruppen-Kita entsteht auf Faust-Wiese
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11:00 21.12.2018
Wo im Sommer auf dem Fährmannsfest der Zirkus Kizarro zu Gast war, soll eine Kita entstehen. Quelle: Archiv: Nancy Heusel
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Linden-Nord

Eine neue Kindertagesstätte entsteht in direkter Nachbarschaft zum Faust-Gelände. Auf dem freien Grundstück an der Walter-Ballhause-Straße/Ecke Nedderfeldstraße plant die Stadt einen dreigeschossigen Komplex, in dem drei Gruppen für Krippenkinder und eine integrative Gruppe für Mädchen und Jungen im Kindergartenalter vorgesehen sind. Der gut 5 Millionen Euro teure Neubau wird ab Sommer 2019 neben der bestehenden Betreuungsstätte Spielhaus errichtet. Beide Einrichtungen zusammen sollen zu einem Familienzentrum ausgebaut werden.

Die neue Kita entsteht auf rund 2200 Quadratmetern im vorderen Teil der Faust-Wiese – zwischen dem Spielhaus und dem August-Baumgarte-Gang. Dieser Weg müsse im Zuge der Bauarbeiten leicht verschwenkt werden, erklärte Jörg Gronemann, Bereichsleiter beim städtischen Gebäudemanagement, in der jüngsten Sitzung des Bezirksrat Linden-Limmer. Vermutlich zwei Bäume müssten dem Neubau geopfert werden; es würden aber Ersatzpflanzungen angelegt.

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Dem Eingriff in die Vegetation steht die Grünen-Fraktion skeptisch gegenüber. „Wir sind froh über jede Kita, die im Stadtbezirk entsteht – aber die Nutzung der Faust-Wiese wird eingeschränkt“, gab Fraktionschef Daniel Gardemin zu bedenken. Er forderte, es müsse zumindest sichergestellt werden, dass der Baumgarte-Weg seine Breite von fünf Metern behält – einen entsprechenden Passus ließen die Grünen in die Drucksache der Stadt aufnehmen. Auch Luk List von den Linken mahnte, bei den Baumfällungen mit Augenmaß vorzugehen.

Grundsätzlich begrüßten die Politiker den Kita-Neubau, der 2021 fertiggestellt sein soll. Sie stimmten den Plänen der Verwaltung einmütig zu. Das dreigeschossige Hauptgebäude erhält zur Straße hin eine Klinkerfassade und fügt sich so in die bestehende Bebauung ein. Der rückwärtige Gebäudeteil wird auf ein Obergeschoss reduziert und mit einer sogenannten Vorhangfassade versehen. Über einen Aufzug sind alle Ebenen barrierefrei erreichbar. Für die Kinder der integrativen Gruppe gibt es behindertengerechte Sanitäranlagen. Über einen großen Lichtschacht fällt viel Tageslicht in die Räume. Zudem verfügt der Neubau über eine eigene Küche, in der das Essen für die Kinder täglich frisch vor Ort zubereitet werden kann.

Das Außengelände der Kita soll laut Gronemann eine Bobbycar-Rennbahn, eine Wasserzapfstelle, diverse Spielgeräte und eine Wiese zum Toben bekommen. Allerdings muss der Boden komplett ausgetauscht werden, weil er durch die frühere Fabriknutzung auf dem benachbarten Faust-Gelände belastet ist.

Welcher Betreiber die Kita künftig führen wird, sei noch offen, sagte Gronemann. Der Bezirksrat werde zu gegebener Zeit darüber informiert. Träger des bestehenden Spielhauses, in dem eine offene Nachmittagsbetreuung für Schulkinder zwischen sechs und 13 Jahren angeboten wird, ist die Caritas.

Von Juliane Kaune