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Hannover Lüttje Lage: 20 Jahre ohne Wäschewanne
Nachrichten Hannover Lüttje Lage: 20 Jahre ohne Wäschewanne
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08:00 31.07.2019
Uwe Janssen Quelle: HAZ
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Die Sache mit der Wäsche hat sich im Grundsatz nicht verändert. Die Entscheidung, für den Transport der Wäsche vom Wäschekorb zur Waschmaschine keine Wanne zu benutzen, war vor 20 Jahren nur intuitiver. Heute würde man guten Gewissens von Plastikvermeidung sprechen. Damals war es irgendwie egal.

Es ging mit der richtigen Technik ja auch ohne. Phase 1: Zunächst wie gehabt die Wäschestücke nach Verschmutzungsgrad, Farbe und Preis auf kleine Häufchen sortieren. Dann leicht vorbeugen und mit beiden Händen großzügig unter den Haufen greifen, fest in die Schoßkuhle ziehen und fixieren – unten mit den Oberschenkeln, oben mit der unteren Bauchmuskulatur und vorn mit einer Hand.

Phase 2: Herunterfallende Einzelstücke aus der Unterwäsche- oder Accessoireabteilung durch noch tieferes Hinabbeugen ansteuern und gleichzeitig die Wäschepresse intensivieren. Fehlende Teile mit der anderen, der Greifhand im Knäuel versenken. Wenn sich daraufhin andere Wäscheteile lösen, Vorgang wiederholen.

Dann Phase 3 einleiten: Loslaufen. Extrembeuge beibehalten, geschmeidig bewegen, keinesfalls hüpfen. Vor dem offenen Einfüllstutzen Bauchpresse lösen. Wäsche hineinzwängen, aufrichten, ausatmen – fertig.

So lautete jedenfalls vor genau 20 Jahren der Tipp, auf die Wäschewanne zu verzichten. Am 31. Juli 1999 ist diese Empfehlung unter dem Rubrikentitel „Leben ohne“ erschienen, im „7. tag“, der damals frisch reformierten Wochenendbeilage der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, genau wie die Schwesterglosse „Das Ding“ von Imre Grimm mit dem ebenso bahnbrechenden Thema „Wackeldackel“. Es folgten rund 1000 Glossen-Doppel, mit wenigen Ausnahmen jeden Sonnabend, bis 2015 im „7. tag“, seitdem im Nachfolger „sonntag“.

Wäschewaschen ist nach wie vor in. Und Wäschewannen gibt‘s immer noch. Eigentlich ohne Grund. Alles eine Frage der Technik.

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Von Uwe Janssen

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