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Hannover 26-Jähriger zu drei Jahren Haft verurteilt
Nachrichten Hannover 26-Jähriger zu drei Jahren Haft verurteilt
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18:00 05.07.2019
Zu drei Jahren Haft verurteilt: Diar Mho M. (rechts) mit seinem Verteidiger Dimitrios Kotios im Landgericht Hannover. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Das Landgericht Hannover hat am Freitag einen 26 Jahre alten Iraker zu drei Jahren Haft verurteilt. Der 26 Jahre alte Diar Mho M. aus Vahrenheide habe sich der Beihilfe zur illegalen Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge schuldig gemacht, entschied die 12. Große Strafkammer am Freitag. Die Richter gingen im Strafmaß über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus – die hatte zweieinhalb Jahre Haft gefordert.

Kiloweise Marihuana in Postpaketen

M. hat nach Überzeugung der Kammer zwischen Oktober 2018 und Januar 2019 fünf Pakete mit jeweils zehn bis 20 Kilogramm Marihuana von einem Absender aus Barcelona in Spanien in Empfang genommen. Dafür bekam der Hartz-IV-Empfänger, das hat er selbst eingeräumt, 300 Euro pro Paket – insgesamt also 1500 Euro. Er habe die Sendungen für „einen Dritten“ angenommen, hatte M. über seine Verteidiger erklärt. Er habe jedoch nicht gewusst, was in den Paketen war.

Die Hintermänner bleiben im Dunkeln

Wer der die Hintermänner sind, wollte M. nicht sagen. „Er hat Angst“, hatte sein Anwalt Dimitrios Kotios am Donnerstag zum Prozessauftakt gesagt. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich dabei um die Drahtzieher eines Drogenhändlerrings aus Hannover handeln könnte, der bei einer groß angelegten Razzia in Mai aufgeflogen war. Dabei hatten in Vahrenheide, wo auch M. wohnt, Hunderte Polizisten 45 Wohnungen durchsucht. An die Adressen sollen über Jahre tonnenweise Drogen im Wert von mindestens 2,6 Millionen Euro per Post geschickt worden sein. Ob auch M. einer dieser Empfänger gewesen sein könnte, blieb offen.

Polizeibeamte durchsuchten im Mai allein in Vahrenheide 45 Wohnungen. Quelle: Christian Elsner

Mit letzter Gewissheit ließ sich M. nur der Empfang des letzten, fünften Pakets nachweisen. Das hatte ein als Paketzusteller getarnter Beamter des Landeskriminalamts überbracht, nachdem es zuvor vom Zoll in abgefangen worden war. Das Gericht war am Ende aber überzeugt, dass sich auch in den anderen vier Paketen desselben Absenders in Barcelona Drogen befanden und M. das auch wusste.

Von Karl Doeleke

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