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Hannover Vorsicht bei Gedrängel und Geldwechsel: Polizei warnt vor Tricks der Taschendiebe
Nachrichten Hannover Vorsicht bei Gedrängel und Geldwechsel: Polizei warnt vor Tricks der Taschendiebe
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16:16 31.07.2019
Die Polizei warnt: Nicht auf Tricks der Taschendiebe hereinfallen. Quelle: Federico Gambarini/dpa
Hannover

Vorsicht im dichten Gedrängel und beim Geldwechseln: Wenn am heutigen Mittwochabend um 18 Uhr zum 34. Mal das Maschseefest eröffnet wird, werden an den Ständen und Buden rund um den gesamten See auch wieder zahlreiche Taschendiebe versuchen, mit arglistigen Tricks und Ablenkungsmanövern Beute zu machen. Die Polizei rät Besuchern, vor allem im dichten Gedränge auf Wertgegenstände zu achten. Zwar gehört zum Sicherheitskonzept auch in diesem Jahr wieder eine Videoüberwachung mit mehreren Kameras am Nordufer im Bereich des Courtyard-Hotels und am Kurt-Schwitters-Platz. Trotzdem hatte die Polizei im vergangenen Jahr auch 53 Diebstähle beim Maschseefest registriert. Deshalb warnt das Landeskriminalamt vor typischen Maschen von Taschendieben.

Taschendiebe rempeln Opfer an

Einer der häufigsten Tricks unter Langfingern ist laut Polizei der sogenannte Rempel-Trick: Dabei werde das Opfer im Gedränge angerempelt oder „in die Zange“ genommen. „Plötzlich stolpert der Vordermann, bückt sich oder bleibt stehen. Wenn das Opfer dann aufläuft und abgelenkt ist, greift ein Komplize in die Tasche“, beschreibt ein Polizeisprecher die hinterlistige Vorgehensweise. Ähnlich funktioniert demnach der sogenannte Drängel-Trick, der auch in Bussen und Bahnen von vielen Dieben angewandt wird. Dabei rücke ein Dieb unangenehm dicht an ein Opfer heran, das ihm den Rücken zuwende und so die Tasche „griffbereit" anbiete.

Die Polizei rät: Geldbörsen gehören in verschließbare Innentaschen. Quelle: dpa

Besucher werden scheinbar versehentlich bekleckert

Noch hinterlistiger – aber im Prinzip ähnlich – ist laut Polizei der „Beschmutzer-Trick“: „Wenn ein Besucher gerade vom Geldautomaten kommt, wird das Opfer scheinbar versehentlich mit Ketchup oder Eis bekleckert. Beim höflichen Reinigungsversuch verschwindet das gerade abgehobene Geld aus der Tasche“, beschreibt ein Polizeisprecher diesen Trick. Schon weitgehend bekannt, aber nicht weniger perfide, ist laut Polizei die Bitte eines Fremden, Geld zu wechseln. Wenn das Opfer dann seine Geldbörse zücke und das Münzfach öffne, werde es vom Täter abgelenkt. Oft fehle dann später ein Geldschein, heißt es seitens der Polizei.

Wertgegenstände gehören in Innentaschen

Das Landeskriminalamt hat wichtige Tipps:

Wertsachen wie Geldbörsen und Smartphones gehören in verschließbare Innentaschen der Kleidung, keinesfalls in die Gesäßtaschen.

Unnötige Kundenkarten sollten zu Hause bleiben.

Auch in Kinderwagen sollten keine Handtaschen oder Wertgegenstände unbeaufsichtigt abgestellt werden.

Sollten Besucher dennoch Opfer eines Taschendiebstahls werden, sollte umgehend Anzeige erstattet werden: Neben dem Sprengel-Museum ist auch beim 34. Maschseefest eine mobile Wache eingerichtet, die täglich ab 14 Uhr besetzt ist. Zusätzlich patrouillieren Einsatzkräfte über das Festareal.

Im vergangenen Jahr war die Zahl der Straftaten trotz eines deutlichen Anstiegs der Besucherzahlennicht signifikant angestiegen. Insgesamt verzeichnete die Polizei 210 Straftaten – davon 60 Körperverletzungen, 36 Drogendelikte und 53 Diebstähle. Ein Drittel der Straftaten passiert laut Polizei nach der Sperrstunde des Maschseefestes zwischen 2 und 6 Uhr.

Maschseefest 2019: Die Tipps, die Trends, die Themen

Vom 31. Juli bis zum 18. August feiern die Besucher auf dem Maschseefest. Hier finden Sie die Links zu den wichtigsten Tipps, den Trends und den Themen der 34. Sause an Hannovers Haussee.

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