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Hannover Metronom führt Direktverbindung Hannover-Hamburg ein
Nachrichten Hannover Metronom führt Direktverbindung Hannover-Hamburg ein
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17:46 20.12.2017
Ein Metronom im Hauptbahnhof in Hannover. Quelle: dpa
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Hannover

 Das in Uelzen ansässige Unternehmen wird die bisher schon von ihm betriebene Verbindung Göttingen-Hannover-Uelzen (RE 2) sowie das sogenannte Hanse-Netz  mit den Strecken Hannover-Uelzen-Hamburg (RE 3), Hamburg-Bremen (RE 4), Hamburg-Lüneburg (RB 31) und Bremen-Hamburg (RE 41) bis zum Jahr 2033 behalten. Wie die Nahverkehrsgesellschaft des Landes Niedersachsen (LNVG) gestern mitteilte, hat es einen europaweiten Wettbewerb um die Konzessionen gewonnen. „Der Metronom gewährt das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Kunden erhalten ein besseres Fahrplanangebot für weniger Steuergeld“, bilanziert LNVG-Geschäftsführer Hans-Joachim Menn.

Zusätzliche und längere Züge

Der neue Verkehrsvertrag umfasst ein Volumen von 8,6 Millionen Zugkilometern und jährlich und damit von 350.000 mehr als bisher. Die Direktverbindung zwischen Hamburg und Hannover wird von Dezember 2018 an im Zwei-Stunden-Takt angeboten. An Wochenenden kommen Verstärkerzüge auf die Gleise. Auf der Strecke zwischen Hannover und Göttingen wird der Metronom am frühen Morgen und in den Abendstunden zusätzliche Züge einsetzen. Bisherige Fünf-Wagen-Züge sowie einzelne Sechs-Wagen-Züge erhalten einen zusätzlichen Waggon, um mehr Fahrgäste befördern zu können.

Der Metronom fährt mit Doppelstockwagen, die die LNVG aus ihrem Fahrzeugpool an das Unternehmen vermietet. Diese werden ebenfalls von 2018 an modernisiert. Die Nahverkehrsgesellschaft lässt neue und zusätzliche Sitze sowie Rollstuhlplätze einbauen, installiert kostenfreies WLAN, USB-Ladevorrichtungen und Steckdosen. Außerdem werden die Züge mit Kameras zur Videoaufzeichnung, neuen Fußböden und Beleuchtungen sowie einer neuen Außenlackierung ausgestattet.

Weil die Wagen und Lokomotiven nicht auf einen Schlag aus dem Betrieb genommen werden können, wird die Modernisierung im Zuge ohnehin notwendiger Instandhaltungsarbeiten durchgeführt und nach Einschätzung der LNVG vier bis fünf Jahre in Anspruch nehmen. Die Kosten belaufen sich auf mehrere Millionen Euro.

Von Bernd Haase

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