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Hannover So soll es keine Fehler beim MHH-Bau geben
Nachrichten Hannover So soll es keine Fehler beim MHH-Bau geben
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00:21 06.04.2019
Am Montag stellten Ministerpräsident Stephan Weil (rechts) und Wissenschaftsminister Björn Thümler die Pläne für den Neubau der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) vor.
Am Montag stellten Ministerpräsident Stephan Weil (rechts) und Wissenschaftsminister Björn Thümler die Pläne für den Neubau der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) vor. Quelle: Foto: Katrin Kutter
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Hannover

Der Neubau der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) soll von einer eigenen Baugesellschaft geregelt werden. Diesen Plan hat Landeswissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) am Mittwoch im Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages bekräftigt. Die sogenannte MHH-BaugG wird mehrheitlich von der Medizinischen Hochschule gehalten.

Planungsfehler mit Millionenfolge beim Laborgebäude

Offenbar sollen mit dieser Struktur Probleme beim Bau vermieden werden, wie es sie beim Laborgebäude und bei der Radiologie gegeben hatte. Dort waren durch gravierende Planungsfehler Mehrkosten in Höhe von insgesamt sechs Millionen Euro entstanden. Beim Laborgebäude waren eine zu geringe Lüftungsanlage, eine zu geringe Stromzufuhr und eine zu kleine Notstromversorgung eingeplant worden. Das Wissenschaftsministerium sagte anschließend, es lasse sich nicht mehr feststellen, ob die MHH oder das staatliche Baumanagement für die millionenteuren Versäumnisse verantwortlich seien.

Dachgesellschaft kontrolliert Klinikbauten

Künftig wird eine Dachgesellschaft Bauvorhaben Niedersachsen gegründet, die den MHH-Bau und auch den Bau der Uni-Klinik Göttingen steuern und kontrollieren soll. Dabei geht es insbesondere um die Finanzhilfe. Das Land hat für den Bau der MHH bisher 1,5 Milliarden Euro zugesagt. Die Dachgesellschaft wird zu 100 Prozent vom Land gehalten.

Abgeordnete werden informiert

Thümler betont, dass die parlamentarische Kontrolle der Finanzierung der Bauvorhaben während des gesamten Bauprozesses gewährleistet sei. Die erforderlichen Finanzpläne müssten jeweils im Haushalts- und Finanzausschuss beschlossen werden, die Landtagsabgeordneten und der Landesrechnungshof würden ständig über den Sachstand informiert.

Zuständigkeit ist klar geregelt

„Der Schlüssel für das Gelingen der Vorhaben ist eine moderne und effiziente Projektstruktur“, sagte der Minister. Das Modell der zentralen Steuerung gewährleiste eine klare Abgrenzung der Zuständigkeiten und vermeide Doppelstrukturen. Die Ausschussmitglieder hätten das Organisationsmodell zustimmend zur Kenntnis genommen, berichtete eine Sprecherin Thümlers. Damit sei eine wichtige Voraussetzung zur Finanzierung der Projekte in Hannover und Göttingen erfüllt.

Lesen Sie auch hier: Bekommt die MHH einen Skywalk oder selbstfahrende Busse?

Von Mathias Klein