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Hannover Müssen Hannovers Sportanlagen saniert werden?
Nachrichten Hannover Müssen Hannovers Sportanlagen saniert werden?
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19:47 08.08.2017
Von Andreas Schinkel
Ortwin Posselt, Ex-Chef des TSV Anderten, und Geschäftsführerin Diana Ohm ärgern sich über undichte Rohre im Keller ihrer Sportstätte. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

Zu tun gäbe es genug: In der Turnhalle des TSV Anderten ist die Hälfte der Duschen wegen Legionellenbefalls abgeschaltet, beim Kleeblatt Stöcken muss das Clubhaus aus dem Jahr 1956 dringend saniert werden. Der VfB Wülfel braucht behindertengerechte Toiletten. Die Liste lässt sich fortsetzen. „Und von allen Seiten ist stets zu hören, dass kein Geld da ist“, sagt Olaf Steinwedel, Spartenleiter beim VfB Wülfel. „Wir werden ständig vertröstet“, sagt Ortwin Posselt, ehemaliger Vorsitzender des TSV Anderten. Das soll sich jetzt ändern.

Vereine brauchen Hilfe

Die Stadt dürfe den Verfall nicht so weit kommen lassen, dass Sportstätten geschlossen werden müssen, sagt Alter. Ähnlich wie beim Sanierungsprogramm für die Bäder stellt er sich einen detaillierten Plan vor, der zeigt, wann welche Vereinsstätte in welchem Umfang hergerichtet wird. „Wir dürfen die Vereine nicht alleinlassen“, sagt der SPD-Mann. Klar ist dabei auch: Ein Sanierungsprogramm würde Millionen Euro verschlingen.

Tatsächlich versuchen viele Vereine, die nötigsten Reparaturen aus eigener Kraft zu finanzieren. „Die Toiletten in unserem Clubhaus haben wir selbst modernisiert. Aber beim Einbau von behindertengerechten WCs sind wir auf Hilfe angewiesen“, sagt Steinwedel vom VfB Wülfel. Kleeblatt Stöcken mit seinen rund 280 Mitgliedern kann den Investitionsstau nicht ohne Hilfe stemmen. „Wir haben nur einen Rasenplatz und einen Aschenplatz. Auf Letzterem will aber niemand mehr spielen“, sagt der zweite Vorsitzende des Vereins, Dietmar Kasten.

Beim deutlich größeren TSV Anderten bereiten vor allem die Duschen der Turnhalle Sorgen. „Zehn Duschen sind abgeschaltet wegen Legionellen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Andreas Bingemer. Ärgerlich sei, dass die Stadt die Hallenmiete um 18 Prozent angehoben habe. „Das mussten wir auf die Mitglieder umlegen“, sagt Bingemer. Der TSV-Vizechef sitzt zugleich als Sportpolitiker für die FDP im Rat. Den Vorstoß seines SPD-Kollegen hält er aus eigener Erfahrung für richtig. „Wir sollten eine Sanierung systematisch angehen“, sagt er.

Der Dritte im Mehrheitsbündnis hält sich zurück. „Wir sollten zunächst das Sportstättenkataster abwarten“, sagt Grünen-Sportexperte Mark Bindert. Damit meint er ein Verzeichnis aller Sportstätten in Hannover, das die Verwaltung derzeit erstellt. „Wenn wir eine Übersicht haben, können wir auch mit der Sanierung beginnen.“ Zu bedenken sei, dass sich nicht alle Vereinsstätten im Eigentum der Stadt befinden. „Klar ist aber auch: Es muss fast überall etwas gemacht werden“, sagt er.

Stadt fördert Kunstrasenplätze

Auf Wunsch der Ratspolitik legt die Stadt Hannover ein Förderprogramm für Kunstrasenplätze auf. Sportvereine sind bereits angeschrieben worden, um den Bedarf zu ermitteln. Dabei spielt es keine Rolle, wie viel Geld ein Verein zur Finanzierung beisteuern kann. Die Kosten pro Platz können bis zu 800 000 Euro betragen. Ziel ist es, in jedem der 13 Stadtbezirke einen Kunstrasenplatz zu bauen. Der Vorteil von Kunstrasenflächen besteht darin, dass sie 24 Stunden am Tag bespielt werden können. Naturrasen braucht Schonzeiten.

Auch wenn die ersten Briefe aus dem Rathaus schon an die Vereine versandt wurden, dürfte sich die Vergabe noch eine ganze Weile hinziehen. Ratspolitik und Sportvereine rechnen damit, dass die ersten Kunstrasenplätze nicht vor 2019 gebaut werden. 

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