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Hannover Oberbürgermeister Onay spricht bei „Bunt statt Braun“-Demo
Nachrichten Hannover Oberbürgermeister Onay spricht bei „Bunt statt Braun“-Demo
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15:09 20.11.2019
Oberbürgermeister Belit Onay wird am Sonnabend gegen 15 Uhr am Aegi sprechen. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Der Protest gegen die Demo der rechtsradikalen Partei am Sonnabend in Hannover nimmt immer konkretere Formen an. Inzwischen steht auch fest, dass sich auch Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) daran beteiligen wird. Er wird als Redner auf der Abschlusskundgebung gegen 15 Uhr auf der Bühne am Aegidientorplatz erwartet. Es ist der erste große öffentliche Auftritt des neuen Verwaltungschefs. Einen Tag zuvor wird er im Rathaus die Amtsgeschäfte übernehmen.

Nach Angaben der Polizei gibt es derzeit nur noch fünf Veranstaltungen, die sich gegen das Treffen der Rechtsradikalen in der Südstadt richten. Die größte davon organisiert der Deutsche Gewerkschaftsbund. Unter dem Motto „bunt statt Braun“ wollen sich alle Beteiligten am Sonnabend gegen 13.30 Uhr auf dem Geibelplatz treffen. Von dort soll es gegen 14 Uhr zu Fuß zum Aegi gehen. Die Abschlusskundgebung des Protestes ist dort geplant, weil auch der Zug der NPD dort enden soll.

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Stadtsuperintendent und DGB-Chef sprechen auch

Neben Oberbürgermeister Onay werden Stadtsuperintendent Thomas Höflich von der evangelischen Kirche und Mehrdad Payandeh, der Chef des DGB-Bezirks Niedersachsen-Bremen als Redner erwartet. Die Grüne Jugend, der ASTA der Universität, die Aktivisten der Fridays for Future-Bewegung sowie weitere linke Gruppierungen wollen sich ab 11.45 Uhr auf dem Heinrich-Heine-Platz treffen. Die IG Metall demonstriert ab 12 Uhr auf dem Platz der Göttinger Sieben gegen die Rechtsradikalen. Zwei weitere Demos sind an der Schulenburger Landstraße und in Ricklingen angezeigt. Offiziell bestätigt ist bislang noch keine dieser Gegendemonstrationen.

Wird NPD-Demo doch noch verboten?

Unterdessen hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) die zuständige Polizeidirektion Hannover aufgefordert, ein vollständiges Verbot der NPD-Demo prüfen zu lassen. Im Kurznachrichtendienst Twitter war ein Aufruf für die NPD-Demo aufgetaucht, auf dem das Wort „Rache“ zu lesen war. Das könnte möglicherweise einen Aufruf zur Gewalt beinhalten, sodass die rechtsradikale Demo möglicherweise gar nicht stattfinden kann.

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Von Tobias Morchner

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