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Hannover Nach Mord an 61-Jähriger: Polizei nimmt Verdächtigen fest
Nachrichten Hannover Nach Mord an 61-Jähriger: Polizei nimmt Verdächtigen fest
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19:21 16.09.2019
Die Leiche der 61-Jährigen musste von der Feuerwehr über das Dach des Hauses geborgen werden. Quelle: Heidrich
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Hannover

Ist der Mord an einer 61 Jahre alten Frau in Ahlem, deren Leiche am Mittwoch entdeckt worden war, geklärt? Zielfahnder der Polizei haben am Sonntag zwischen Göttingen und Kassel einen 32 Jahre alten Mann aus Marokko festgenommen. Er steht in dem dringenden Verdacht, die 61-Jährige getötet zu haben. Die Beamten der Mordkommission „Dach“ gehen davon aus, dass sich der 32-Jährige ins Ausland absetzen wollte.

Die Polizei war dem mutmaßlichen Täter ziemlich schnell auf die Spur gekommen. Bereits zwei Tage nach der Tat kursierten die ersten Gerüchte, dass die Fahnder einen 32-jährigen Mann aus Marokko suchen sollen. Er muss das Opfer gekannt haben. An der Wohnungstür entdeckten die Ermittler keinerlei Aufbruchsspuren. Am Sonntag gegen 15 Uhr stoppten Polizisten in Hessen einen Wagen, an dessen Steuer der Gesuchte saß. Er leistete bei seiner Festnahme keinen Widerstand. Eine Waffe entdeckten die Beamten nicht bei ihm.

Hintergründe der Tat weiter unklar

Am Montag wurde der Verdächtige einem Richter in Hannover vorgeführt. Gegen den Verdächtigen wird wegen Mordes ermittelt. Der Richter schickte den Asylbewerber in Untersuchungshaft. Über die genauen Hintergründe der Tat will sich die Staatsanwaltschaft zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. „Wir warten die weiteren Ermittlungen ab“, sagt Kathrin Söfker von der Staatsanwaltschaft.

Die Behörde will nicht sagen, welche Mordmerkmale im Haftbefehl aufgeführt werden. Zu diesen Merkmalen, die bei einer Straftat vorliegen müssen, damit jemand des Mordes beschuldigt werden kann, gehören Habgier, niedere Beweggründe, Mordlust oder die Befriedigung des Geschlechtstriebs. Die Strafverfolger wollen derzeit ebenfalls nicht sagen, ob Gegenstände aus der Wohnung der 61-Jährige fehlen.

Rechtsmedizinische Untersuchungen abgeschlossen

Angehörige hatten die 61-jährige Patricia H. Ende August bei der Polizei als vermisst gemeldet. Bei der ersten Überprüfung der Wohnung in der Mönckebergallee hatten die Ermittler noch keinerlei Hinweise auf ein Verbrechen feststellen können. Als die Fahnder am Mittwoch erneut die Wohnung untersuchten, nahmen sie Verwesungsgeruch in den Räumen im zweiten Stock des Gebäudes wahr.

Die näheren Untersuchungen führten die Polizisten zu einem Verschlag in der Wohnung, in dem die Tote versteckt war. Der Leichnam war bereits so stark verwest, dass zunächst weder klar war, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte. Die Polizei musste die Feuerwehr um Amtshilfe bitten, damit die Einsatzkräfte den Leichnam über das Dach des Gebäudes nach draußen bringen konnten.

Inzwischen haben die genauen rechtsmedizinischen Untersuchungen ergeben, dass es sich bei der Toten tatsächlich um die 61-jährige Vermisste handelt. Der genaue Zeitpunkt des Todes der 61-Jährigen steht allerdings auch nach der Obduktion der Leiche nicht genau fest.

Verdächtiger schweigt bislang

Bislang schweigt der 32-jährige Tatverdächtige zu den Vorwürfen, die ihm gemacht werden. Unklar ist, ob er zum Zeitpunkt der Tat unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten gestanden hat, die möglicherweise seine Schuldfähigkeit mindern. Sollte er wegen Mordes verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe

Von Tobias Morchner

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