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Hannover Nachbarschaftsterror in Vogelsiedlung: Vermieter hat achtköpfige Familie mehrfach abgemahnt
Nachrichten Hannover Nachbarschaftsterror in Vogelsiedlung: Vermieter hat achtköpfige Familie mehrfach abgemahnt
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16:18 27.08.2019
Bis 2012 hat die Familie in einem der Hochhäuser im Roderbruch gelebt. Dann zog sie in die Straße Kranichzug. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

In der beschaulichen Vogelsiedlung in Groß-Buchholz leiden offenbar nicht nur die Anwohner seit Jahren unter den Beleidigungen und dem aggressiven Verhalten einer achtköpfigen Familie. Auch dem Vermieter des Einfamilienhauses im Kranichzug bereitet das Verhalten der sechs Kinder und ihrer Eltern zunehmend Probleme. „Seit 2012 haben wir rund zehn Abmahnungen erteilt“, sagt der Vermieter, der namentlich nicht in Erscheinung treten möchte.

Familie bekommt Miete vom Jobcenter

Bis 2012 soll die Familie nach HAZ-Informationen in zwei Wohnungen gelebt haben – in einem der Hochhäuser im nahe der Vogelsiedlung gelegenen Roderbruch. Dort sollen Eltern und Kinder aber wegen ihres schon damals auffälligen Verhaltens mit den Nachbarn immer größere Schwierigkeiten bekommen haben.

Daraufhin habe die Mutter der Familie den derzeitigen Vermieter gebeten, wieder in das Haus im Kranichzug einziehen zu können. In dem Gebäude hatten sie vorher schon einmal gelebt, bis die Behörden der Familie mitgeteilt hatten, die Wohnung sei zu groß. Die Miete bekommt die Familie nämlich seit Jahren vom Jobcenter.

Vermieter muss Vorwürfe beweisen können

Der Vermieter des Objekts hat Schwierigkeiten, gegen das Fehlverhalten der Familie vorzugehen. Er ist in der Pflicht, die Vorwürfe, die zu einer Abmahnung führen, beweisen zu müssen. Selbst wenn der Eigentümer genug Beweise für eine Abmahnung hat und in dem Schreiben damit droht, im Wiederholungsfall die fristlose Kündigung auszusprechen, muss er auch beim zweiten Vergehen die Vorwürfe genau belegen können. Und wenn er der Familie wegen einer groben Verwahrlosung des Objekts kündigen wollte, müsste er auch diesen Vorwurf dokumentieren.

Polizeipräsident ist eingeschaltet

Henning Hofmann (SPD), der Bürgermeister des betroffenen Stadtbezirks Buchholz-Kleefeld, setzt sich unterdessen ebenfalls dafür ein, dass es eine Lösung für das Problem in der Vogelsiedlung gibt. „Ich stehe derzeit im Austausch mit der Stadtspitze und dem Polizeipräsidenten“, sagte er der HAZ.

Zudem wolle er das Thema bei der nächsten Sitzung des Bezirksrats ansprechen. „Auch mit dem Vermieter des Gebäudes habe ich bereits telefoniert“, sagt Hofmann.

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Von Tobias Morchner

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