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Hannover Comnet bekommt Preis für vorbildliche Ausbildung
Nachrichten Hannover Comnet bekommt Preis für vorbildliche Ausbildung
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19:48 07.08.2019
Kultusminister Grant Hendrik Tonne (rechts, SPD) überreicht den Comnet-Geschäftsführern Christian Gauger (links) und Marc Peters eine Auszeichnung für besonders verlässliche Ausbildung. Quelle: Moritz Frankenberg
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Hannover

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat die Firma Comnet für besonders verlässliche Ausbildung im Bereich Industrie und Handel ausgezeichnet. „Das, was Sie für den Nachwuchs tun, ist schon beeindruckend“, lobt der Minister, als er das Zertifikat überreicht, zu dem auch ein Preisgeld von 1000 Euro gehört. Die Comnet-Azubis drehen Filme, entwerfen Merchandising-Artikel und gehen als Ausbildungsbotschafter in Schulen. Das Systemhaus pflegt eine Kooperation mit der Integrierten Gesamtschule Südstadt, Jugendliche kommen zur Betriebsbesichtigung oder zum Zukunftstag.

Azubis dürfen für eineinhalb Tage die Firma leiten

Bei der Azubi-Challenge haben die Auszubildenden sogar für anderthalb Tage die Firma geleitet. Nils Matuschke (30), im zweiten Lehrjahr zum IT-Systemkaufmann, durfte sich dabei beispielsweise als Geschäftsführer beweisen. Es gehe nicht nur um Planspiele, sondern auch um das Übertragen von Verantwortung. „Man wird hier auch als Azubi als vollwertiger Mitarbeiter anerkannt“, sagt er. Von Anfang an haben die Nachwuchskräfte viel Freiheit für eigene Projekte, lobt Michelle Krummradt (22). Man werde aber auch nicht alleingelassen, sondern dürfe immer fragen. „Wir werden gefordert, aber auch gefördert.“

Tonne lobt: „Offen auch für nicht gradlinige Lebensläufe“

Gute Ausbilder sind laut Tonne auch offen für Lebensläufe, die nicht immer nur gradlinig sind. Azubi Matuschke etwa hat zunächst Informationsmanagement studiert, dann aber gemerkt, dass eine akademische Karriere nichts für ihn ist. Dass Comnet Studienabbrechern neue Chancen eröffne, sei eben auch ein Grund für den Ausbildungspreis, sagt Tonne.

Man hat von Anfang an viel Freiheit und eigene Verantwortung: Nils Matuschke (30) und Michelle Krummradt (22) loben die Ausbildung bei Comnet. Quelle: Moritz Frankenberg

Deutschland könne stolz sein auf sein System der dualen Ausbildung, findet der Kultusminister. Leider erfahre es in der Öffentlichkeit oft nicht genug Wertschätzung. Deshalb sollten alle Schulen, auch Gymnasien, jetzt mehr Berufsorientierung anbieten. „Es geht nicht darum, Jugendliche vom Studium abzuhalten, sondern darum, ihnen auch noch andere Möglichkeiten aufzuzeigen.“

Viele ehemalige Azubis sind immer noch im Betrieb

Seit 1991 gibt es Comnet, seit 2007 sind Christian Gauger (54) und Marc Peters (48) Geschäftsführer. Die Firma hat sich auf imperative Programmierung spezialisiert. Comnet baut das WLAN für Schulen (etwa die Kooperative Gesamtschule Hemmingen und das Ratsgymnasium in Peine), Innenstädte, Zoos und Freizeitparks aus, entwickelt aber auch Smart-City-Lösungen – für die Stadt Langenhagen beispielsweise eine computergesteuerte, bedarfsgerechte Leerung der Mülleimer an Straßenlaternen. „Wir arbeiten dann, wenn unsere Kunden nicht arbeiten“, sagt Gauger. Unter den 100 Mitarbeitern sind zurzeit 22 Azubis und duale Studenten. Viele ehemalige Azubis arbeiten heute noch bei Comnet.

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