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Hannover Anwohner bereiten Klage gegen Schulneubau vor
Nachrichten Hannover Anwohner bereiten Klage gegen Schulneubau vor
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06:00 01.03.2019
Bei einer Infoveranstaltung in der Sophienschule ist Anwohnern das Bauvorhaben vorgestellt worden – damals hat es kaum Einwände gegeben. Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Gegen den geplanten Neubau der Sophienschule im Zooviertel regt sich Widerstand. Bewohner des Zooviertels halten die Zusammenlegung von Außenstelle und Hauptsitz der Schule für verfehlt und befürchten einen Verkehrsinfarkt, wenn künftig 1400 Schüler an der Lüerstraße unterrichtet werden. Nach Informationen der HAZ behalten sich die Anwohner vor, juristisch gegen den Schulneubau in seinen derzeitigen Dimensionen vorzugehen. „Eine Klage kommt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit“, sagt ein Bewohner der Lüerstraße.

Anwohner fürchten Verkehrsinfarkt und Lärmbelastung

Anwohner haben die Anwaltskanzlei KSB Intax beauftragt, ihre Einwände gegen das Bauvorhaben in einem Schreiben an die Stadtverwaltung darzustellen. Der Brief liegt der HAZ vor. Wenn Haupt- und Außenstelle der Sophienschule zusammengefasst werden, drohe eine „Überverdichtung“ mitten im Wohngebiet, heißt es in dem Schreiben. „Hier wird letztlich viel zu viel auf zu wenig Platz gewollt“, schreiben die Anwälte im Auftrag der Anwohner. Das Gebiet gerate zu einer „Massenanlaufstelle“, wenn dort nicht mehr drei, sondern neun Jahrgänge gleichzeitig unterrichtet werden. Ein „Verkehrsinfarkt“ in den schmalen Straßen rund um das neue Schulzentrum sei zu befürchten. Auch die Lärmbelastung werde steigen, insbesondere durch den Bau einer Drei-Feld-Sporthalle mit Tribüne, die an Abenden und Wochenenden Vereinen zur Verfügung stehen soll.

Stadt: Verkehrsbelastung ist zumutbar

Die Stadtverwaltung ist der Ansicht, dass die geplanten Gebäude mit ihren drei Geschossen keineswegs allzu massiv ausfallen. Von einer „Überdichtung“ könne keine Rede sein, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Auch hätten externe Gutachter errechnet, dass es im Viertel nicht zu „unzumutbaren Verkehrsbelastungen“ komme. „Ebenso gehen von der geplanten Schul- und Sporthallennutzung keine Lärmemissionen aus, die mit den angrenzenden reinen Wohngebieten nicht vereinbar wären“, sagt Dix. Anwohner wollten Einsicht in die Gutachten nehmen und stießen auf Widerstände bei der Stadt. Jetzt hat die Anwaltskanzlei KSB Intax offiziell Akteneinsicht beantragt.

Der Konflikt erinnert an den Rechtsstreit um die Erweiterung der IGS Südstadt im vergangenen Jahr. Damals erwirkten Anwohner per Eilantrag beim Verwaltungsgericht Hannover einen Baustopp. Die Argumente der Nachbarn waren ähnlich. Sie fürchteten Lärmbelästigung und hohes Verkehrsaufkommen. Die Entscheidung des Gerichts wurde von Ratspolitikern heftig kritisiert, die Stadt legte Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht ein und bekam Recht. Der Baustopp wurde aufgehoben.

Ärger über 80 gefällte Bäume

Der Ärger der Anwohner ist jetzt zusätzlich angeheizt worden. Die Stadt hat 80 Bäume auf dem Schulgelände abgeholzt, um das Baugrundstück herzurichten. „Davon war zuvor nie die Rede“, sagt eine Anwohnerin und verweist auf eine Infoveranstaltung in den Räumen der Sophienschule. Auch der Naturschutzverband BUND wirft der Stadt vor, die Bäume in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ gefällt zu haben. Die Anwohnerin betont: Grundsätzlich habe man nichts dagegen, wenn eine neue Schule gebaut wird, nur nicht in der geplanten Größe.

Von Andreas Schinkel

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