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Hannover VfL Eintracht und HSC bekommen Kunstrasenplätze
Nachrichten Hannover VfL Eintracht und HSC bekommen Kunstrasenplätze
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19:14 11.02.2019
Solche Bilder von überfluteten Rasenflächen werden beim VfL Eintracht bald der Vergangenheit angehören. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Die Stadt Hannover startet ihr millionenschweres Programm zum Bau von Kunstrasenplätzen. Die ersten Sportvereine, die in den Genuss der neuen Anlagen kommen, sind der VfL Eintracht in der Südstadt und der Hannoversche Sport-Club (HSC) in der List. 1,2 Millionen Euro hat die Stadt für den Bau der beiden Plätze zunächst einkalkuliert. Sollte das Geld nicht reichen, fleißen weitere Mittel aus dem Haushalt. Im Preis inbegriffen sind unter anderem Flutlichtanlagen, Ballfangnetze und Trainerbänke. Weitere 3,2 Millionen Euro hat die Stadt auf Wunsch der Ratsmehrheit für die kommenden Jahre eingeplant. Insgesamt sollen bis zu zehn neue Kunstrasenplätze in Hannover entstehen – verteilt über das gesamte Stadtgebiet.

27 Vereine haben sich beworben

27 Vereine hatten sich für das Programm beworben. Die Stadt entwickelte zehn Kriterien, um die Auswahl möglichst gerecht zu gestalten. Ausschlaggebend waren unter anderem die Auslastung der bisherigen Vereinsplätze, die baulichen Voraussetzungen für einen neuen Platz und die Mitgliederzahlen eines Vereins. Fünf Sportvereine schieden wegen ihrer Lage im Überschwemmungsgebiet aus: DSV Hannover 78, TuS Marathon, SG 1874, DHC und die Sportvereinigung Niedersachsen Döhren.

Die Stadt übernimmt die gesamten Kosten für den Neubau eines Kunstrasenplatzes. Je nach Beschaffenheit der Rasenfläche (mit Sand verfüllt oder ohne Füllung) schwanken die Ausgaben zwischen 700.000 und einer knappen Million Euro. Der Vorteil eines Kunstrasenplatzes liegt darin, dass er fast rund um die Uhr bespielt werden kann, auch nach heftigen Regenfällen.

Vereine müssen 17.000 Euro jährlich bezahlen

Die Vereine müssen Pflegekosten von rund 12.000 Euro im Jahr übernehmen. Hinzu kommen noch Rückstellungen von jährlich 5000 Euro, die auf ein Treuhandkonto eingezahlt werden müssen. Damit sollen sich die Vereine an den hohen Sanierungskosten von 250.000 bis 300.000 Euro beteiligen, die für einen Kunstrasenplatz nach etwa 15 Jahren anfallen. Für den SV Borussia ist der jährliche Eigenanteil ein Ausschlusskriterium. Der Verein befinde sich in einer „prekären finanziellen Lage“, meint FDP-Sportpolitiker Andreas Bingemer.

Zudem berücksichtigt die Stadt die soziale Lage eines Vereins. Wie sieht das soziale Umfeld im Stadtteil aus? Wie viele Mitglieder mit der Rabattkarte Aktiv Pass hat ein Verein? Wie stark kooperiert er mit gemeinnützigen Einrichtungen?

Fünf Vereine haben unterm Strich alle Kriterien am besten erfüllt: Neben den genannten HSC und VfL Eintracht sind das der TSV Limmer, SC Germania List und der TuS Ricklingen. Im kommenden Jahr bekommen alle interessierten Vereine eine neue Chance. Dann startet die Stadt ein neues Auswahlverfahren.

SPD: Ein „Rundum-Sorglos-Paket“ für die Vereine

Ratspolitiker sind erfreut, dass das Programm endlich losgeht. „Vor mehr als zwei Jahren haben wird mit den Diskussionen begonnen“, sagt Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert. Sein Kollege von der SPD, Angelo Alter, spricht von einem „Rundum-Sorglos-Paket“, das die Vereine nun bekommen. „Alle interessierten Vereine haben das Anrecht zu erfahren, warum sie nicht zum Zuge gekommen sind“, sagt Alter. Die CDU weist darauf hin, dass sie den Bau von Kunstrasenplätzen schon lange gefordert habe.

Jetzt müssen noch die Ratsgremien über das Vorhaben abstimmen. Sobald die Politiker ihre Hände gehoben haben, will die Stadt mit dem Bau der ersten beiden Plätze beginnen. Nach Angaben der Verwaltung nehmen die Bauarbeiten zwei bis zweieinhalb Jahre in Anspruch.

Von Andreas Schinkel

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