Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Neuer Secondhand-Laden: Lovintage bietet Luxus aus zweiter Hand
Nachrichten Hannover Neuer Secondhand-Laden: Lovintage bietet Luxus aus zweiter Hand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 10.08.2019
„Ich hoffe, dass man so ein bisschen weniger Kleidung produzieren muss“: Claudia Gahmlich verkauft Designer-Mode aus zweiter Hand. Quelle: Lisa Malecha
Anzeige
Hannover

Nicht jeder, der Chanel, Louis Vuitton, Chloé oder Hermès mag, kann sich diese teuren Stücke auch leisten. Abhilfe will nun Claudia Gahmlich mit ihrem Secondhand-Laden „Lovintage“ schaffen, der in der Südstadt eröffnet hat. „Jeder möchte doch schöne Kleidungsstücke haben“, sagt sie.

Doch weil der Handel mit gebrauchter Designermode floriert, bietet Gahmlich ihren Kunden noch zwei ganz besondere Extras: Die Mode-Expertin hilft, den Kleiderschrank zu entrümpeln und sucht für ihre Kunden ganz gezielt nach bestimmten Wunsch-Stücken.

Luxusartikel von Prada, Chanel und Yves Saint Laurent

Ob Pumps von Prada, Blazer und Broschen von Chanel, Smoking-Jacke von Yves Saint Laurent, den Sac Noé von Louis Vuitton oder aber Sonnenbrillen, Armbänder, Seidentücher und viele kleine Accessoires – Lovintage hat einiges zu bieten.

Der Laden hat gerade erst in den Räumen eines ehemaligen Pizza-Bringdienstes an der Kestnerstraße eröffnet. Claudia Gahmlich hat sich damit einen Traum erfüllt. „Ich habe schon vor über 30 Jahren alles, was mir nicht mehr gepasst hat, verkauft“, sagt Gahmlich, die vorher als Angestellte Luxusartikel in einem Laden in Hannover an den Mann und an die Frau gebracht hat. Mode sei einfach ihre Leidenschaft. „Meine Mutter ist Schneiderin – ich bin also schon mit dem Thema aufgewachsen.“

Claudia Gahmlich präsentiert ihr ältestes Stück: Die Hermès Tasche hat die Modeliebhaberin von ihrer Mutter – und diese hatte sie wiederum selber in einem Secondhand-Laden erworben. Quelle: Lisa Malecha

An ihr erstes Markenstück kann sich die Hannoveranerin noch genau erinnern: „Ich habe mir vor etwa 20 Jahren meinen ersten Chanel-Blazer gekauft – auch gebraucht.“ Denn einen neuen Blazer habe sie sich einfach nicht leisten können. „Den Blazer habe ich noch immer“, sagt die Frau, der es nach eigenen Angaben auch um das Thema Nachhaltigkeit geht. „Ich hoffe, dass man so vielleicht ein bisschen weniger Kleidung produzieren muss“, sagt Gahmlich.

Zudem gebe es bei Kleidung, Taschen und Accessoires online oft Enttäuschungen und Rücksendungen. „Wer bewusster und nachhaltiger denkt, kauft inzwischen weniger und auch öfter Secondhand“, ist sich Gahmlich sicher. Ihr Versprechen: „Die Stücke kosten nur rund die Hälfte vom Originalpreis.“

Schrank ausräumen gehört zum Service

Doch die Konkurrenz ist groß. Alleine in Hannover gibt es zahlreiche Läden, die ein ähnliches Konzept haben – etwa Vintage Queen und Vallintage, die Schätze aus zweiter Hand verkaufen. Daher bietet Gahmlich ihren Kunden zwei weitere Dienstleistungen an.

Zum einen kann jeder, der auf der Suche nach einem ganz bestimmten Stück ist, dieses auf eine Wunschliste schreiben – Gahmlich versucht dann dieses Lieblingsstück für ihre Kunden zu finden.

Zudem kommt die Unternehmerin auch zu ihren Kundinnen nach Hause, um gemeinsam mit ihnen den Kleiderschrank aufzuräumen und Stücke auszusortieren. „Im Schnitt tragen wir nur rund 40 Prozent der Dinge, die wir kaufen“, sagt Gahmlich.

Lovintage, Kestnerstraße 34, hat jeweils dienstags bis freitags von 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

Weitere Infos zu Lovintage gibt es auch auf Facebook und Instagram.

Mehr zum Thema

Nachhaltig, individuell und günstig: Secondhand ist auf dem Vormarsch – so heißt es seit Jahren. Entsprechende Kaufhäuser, Flohmärkte und Online-Plattformen gibt es wie Sand am Meer. Doch hält der Trend, was er verspricht?

60 neue Kleidungsteile kauft jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr – am Ende sind die Schränke voll mit nie getragener Kleidung. Die damit verbundenen Umweltprobleme sind immens.

Von Lisa Malecha

Am Ende wird alles gut: Wenn sich Grundschüler in der Region Hannover bei Konflikten Streitschlichtern anvertrauen, können die Probleme fast immer gelöst werden. An elf Grundschulen sind mittlerweile Senioren als Mediatoren im Einsatz. Angefangen hat alles vor zehn Jahren an der Fichteschule in Hainholz.

10.08.2019

Mit ihrer Studie zu Migration und Sicherheit in der Stadt wählen Wissenschaftler ein Thema mit Sprengkraft. Gut so, denn die Debatte braucht mehr Fakten, findet Heiko Randermann.

10.08.2019

Werden Bürger in Vierteln mit hohem Ausländeranteil häufiger Opfer einer Straftat? Oder ist zumindest das subjektive Sicherheitsempfinden in solchen Quartieren geringer? Oder sind das alles nur Vorurteile? Wissenschaftler wollen diesen Fragen nachgehen – auch am Mühlenberg und in Vahrenheide.

10.08.2019