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Hannover Biologie-Lehrerin aus Laatzen erhält Preis
Nachrichten Hannover Biologie-Lehrerin aus Laatzen erhält Preis
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19:09 28.11.2017
Hendrika van Waweren erhält einen Preis für ihren engagierten Biologieunterricht. Quelle: Niedersachsen-Metall
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Hannover

  Biologielehrerin Hendrika van Waveren schickt ihre Schüler in den Wald, damit die Sechstklässler Tiere und Pflanzen kennen lernen. In der Oberstufe experimentieren die Schüler im Life-Science-Lab, einem biotechnologischen Labor. Oder sie erkunden, unterstützt von ihrer Lehrerin, freiwillig in den Sommerferien Berufe in Medizintechnik und Biotechnologie. Für ihr außerordentliches Engagement bekommt  Hendrika van Waveren vom Erich-Kästner-Gymnasium Laatzen jetzt den Preis der Stiftung Niedersachsen-Metall. Insgesamt zeichnet die Stiftung in der Galerie Herrenhausen vier niedersächsische Lehrer aus, die allesamt Fächer wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) unterrichten.

Freudig überrascht sei sie über die Auszeichnung, erzählt Hendrika van Waveren aufgeregt. „Ich fühle mich wahnsinnig geehrt.“ Die 64-Jährige arbeitet seit 1980 als Lehrerin. Wenn sie von ihrer Arbeit berichtet, ist spürbar, dass Begeisterung und Elan ungebrochen sind. Die Biologielehrerin weiß Schüler für ihr Fach zu entflammen. Etliche Jugendliche hat sie zum Wettbewerb Jugend forscht motiviert. Erst vergangenes Jahr kam eine Schülerin, die die Reinrassigkeit einer Gruppe von Brillenschafe untersuchte, bis auf die Bundesebene.

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Wie es kommt, dass etliche ihrer Schüler später Medizin oder Biotechnologie studieren? „Wenn ich eine Schnecke mitbringe, schreien zuerst alle und nehmen sie dann doch auf die Hand.“ Schüler sollten selbst entdecken und experimentieren dürfen, davon ist van Waveren überzeugt. Ein Herzstück ihrer Arbeit ist das Life-Science-Lab, in dem Schüler per DNA-Analyse feststellen, welche Tiere in einer Wurst verarbeitet sind. An vier Schulen gibt es diese Labore, in die Lehrer aus der gesamten Region ihre Schüler schicken. „Ich sehe den Preis als Anerkennung für das Labor, in dem viele Kollegen mitarbeiten“, betont van Waveren. Und erzählt dann noch von ihrem „wunderschönen Hobby“. Jeden Sommer organisiert sie eine Forschergruppe, die allen Schülern aus der Region offen steht. Zwölf bis 16 Jugendliche forschen eine Woche lang an Projekten aus dem Life-Science-Bereich, die sie dann Wissenschaftlern von Leibniz-Uni sowie Medizinischer Hochschule Hannover vorstellen dürfen. Van Waveren sowie ehemalige Schüler betreuen die Gruppe ehrenamtlich.

„Die Bedeutung von Lehrern für ihre Schüler kann gar nicht überschätzt werden. Deshalb ist es wichtig, die Lehrer zu ehren, die eine Extrameile gehen, Projekte aus dem Boden stampfen und Schüler so entscheidend prägen“, betont Joachim Kreuzburg, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung. Gemeinsam mit Ministerpräsident Stephan Weil überreicht er vor rund 400 Gästen die Preise an Hendrika van Waveren sowie Mohammad Abdolvahabi von der Realschule Himmelsthür in Hildesheim, Thomas Claußen vom Gymnasium Papenburg und Katharina Hickmann vom Gymnasium Herderschule in Lüneburg. Die Hauptpreise sind jeweils mit 5.000 Euro Preisgeld verbunden, Katharina Hickmann bekommt einen Sonderpreis in Höhe von 2.500 Euro. 

Von Bärbel Hilbig

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