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Hannover OB-Kandidat der AfD: Wer ist General a.D. Joachim Wundrak?
Nachrichten Hannover OB-Kandidat der AfD: Wer ist General a.D. Joachim Wundrak?
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06:55 26.07.2019
Karrierebewusst und korrekt: General Joachim Wundrak stellt 2014 zusammen mit seiner damaligen Chefin Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ein neues Transportflugzeug auf dem Fliegerhorst Wunstorf vor. Quelle: dpa
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Hannover

Zwei Wochen hat sich Joachim Wundrak Bedenkzeit erbeten, danach willigte er ein, für die AfD in Hannover als Oberbürgermeisterkandidat anzutreten. „Meine Familie ist verhalten begeistert“, sagt Wundrak im Gespräch mit der HAZ. Ihm sei bewusst, dass die Arbeit als OB ein 24-Stunden-Job sei, doch damit kenne er sich aus. „Für mich steht der Dienst am Bürger an erster Stelle. Nach dieser Maxime habe ich meine Arbeit stets preußisch erledigt“, sagt der 64-Jährige.

Ehemalige Kameraden meinen: Äußerst fleißig, korrekt und karrierebewusst

Wundrak ist die Karriereleiter ganz nach oben geklettert. Studiert hat er Elektrotechnik an der Universität der Bundeswehr in München. Danach wurde er zum Luftwaffenstützpunkt nach Wunstorf versetzt und flog als Pilot unter anderem Transportflugzeuge wie die Transall. Ende der Neunzigerjahre leitete Wundrak das Lufttransportgeschwader in Wunstorf, später dann Auslandseinsätze in Bosnien-Herzegowina und in Afghanistan. Von 2009 bis 2012 war der Drei-Sterne-General stellvertretender Befehlshaber im Luftwaffenführungskommando. 2018 ging er in den Ruhestand. Ehemalige Kameraden berichten, dass Wundrak äußerst korrekt, geradlinig und fleißig war. Andere meinen, dass er stets seine Karriere im Blick hatte.

Von der SPD zur AfD

In jüngeren Jahren stand Wundrak der SPD nahe. „Helmut Schmidt war mein politischer Held“, sagt er. Doch dann sei die SPD weit nach links gedriftet. Aus Entrüstung über die SPD sei er 2008 in die CDU eingetreten. „Dort habe ich mich aber nie heimisch gefühlt“, sagt der ehemalige General. 2014 hat Wundrak den Christdemokraten den Rücken gekehrt – noch vor der Flüchtlingskrise, wie er betont. „Diese Krise war jedoch abzusehen“, meint er. In die AfD trat Wundrak 2017 ein. Unter anderem die „zunehmende Aufgabe von Souveränität“ habe ihn dazu bewogen, Mitglied der AfD zu werden.

Wundrak lebt nahe dem Steinhuder Meer. Er hat zwei Kinder und fünf Enkel. „Ich will etwas für die Zukunft meiner Enkel tun“, sagt er.

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