Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover SPD-Kandidat Hansmann will Hannovers Fußgängerzone ausweiten
Nachrichten Hannover SPD-Kandidat Hansmann will Hannovers Fußgängerzone ausweiten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 30.09.2019
Hannovers Fußgängerzone ist beliebt. SPD-OB-Kandidat Marc Hansmann will sie auf weitere City-Straßen ausweiten. Quelle: Tim Schaarschmidt
Anzeige
Hannover

Hannovers Fußgängerzone zieht jeden Tag Zehntausende Einkaufsbummler an, die Grenzen des Areals sind aber seit den Siebzigerjahren kaum verändert worden. SPD-Oberbürgermeisterkandidat Marc Hansmann schlägt jetzt vor, die Fußgängerzone auf weitere City-Straßen auszudehnen und damit einen Schritt in Richtung autofreie Innenstadt zu gehen. Dabei sollen mehrere Straßen als „Kulturmeilen“ dienen und Raum für Open-Air-Konzerte und Freiluftkino-Veranstaltungen geben. „Stadt- und Kulturentwicklung sollten integriert werden“, sagt Hansmann.

Flanieren auf der Georgstraße

Der SPD-Kandidatschlägt vor, die Georgstraße, Hannovers Edel-Einkaufsmeile, zwischen Opernplatz und der Kreuzung An der Börse für den Autoverkehr zu sperren. Für Radfahrer soll es einen breiten, rot eingefärbten Weg geben. „Dadurch gewinnen wir mehr Platz für Restaurants und für Grünflächen. Zudem können wir den Opernplatz neu bespielen“, sagt Hansmann. Um den Platz kurven dann keine Autos mehr, sodass dort kleine Konzerte stattfinden könnten. Das Parkhaus unter dem Opernplatz wäre über die Rathenaustraße noch erreichbar.

Platz für Open-Air-Kino vor dem Künstlerhaus

Eine weitere „Kulturmeile“ will Hansmann vor dem Künstlerhaus in der Sophienstraße einrichten. Auch diese Straße will er zur Fußgängerzone erklären. Vor dem Künstlerhaus – unter dem schwankenden Kronleuchter – könnte das Kommunale Kino ausgewählte Filme zeigen, etwa Stummfilme mit Klavierbegleitung. Ebenso will Hansmann die Prinzenstraße vor dem Schauspielhaus in eine Flaniermeile verwandeln. „Die toten Gleise müssen entfernt und die Straße aufgewertet werden“, sagt er. Bei allen Straßen sollten Experten zuvor die Verkehrsströme berechnen und prüfen, wie sich die Sperrungen auswirken.

Bummelzone auf der Schmiedestraße

Damit nicht genug. Um das „Einkaufserlebnis“ zu steigern, will der SPD-Kandidat die Karmarschstraße zwischen Platz der Weltausstellung und Köbelingerstraße in eine Fußgängerzone verwandeln. Die bisherige shared-space-Zone vor Sport Scheck wäre dann komplett autofrei und sehr viel übersichtlicher, meint Hansmann. Zudem will er die Schmiedestraße teilweise zur Bummelzone erklären. „Die Straße wirkt derzeit wie eine Barriere zwischen City und Altstadt“, sagt er. Lediglich das Parkhaus in Höhe Corvinusweg solle von Norden über die Steintorstraße für Autofahrer zugänglich bleiben. „Ob das funktioniert, müssen Gutachter durchrechnen“, sagt Hansmann.

Die Schmiedestraße will die Stadtverwaltung ohnehin umbauen. Ihre Pläne will sie im Oktober vorstellen. Schon jetzt ist bekannt, dass Gehwege verbreitert und mehr Bäume gepflanzt werden. Radler und Autofahrer sollen sich die verengte Fahrbahn teilen. Der ADFC will ähnlich wie Hansmann Autos aus der Schmiedestraße verbannen.

Lesen Sie mehr:

Wer wird Oberbürgermeister von Hannover? Das müssen Sie wissen

Das sind die Kandidaten – und das sind ihre Pläne für Hannover

Verkehr, Wohnungsbau, Sicherheit: So stehen die Kandidaten der großen Parteien zu den wichtigsten Themen

Termine, Ablauf, Wahlbüros: Das müssen Wähler zur Oberbürgermeisterwahl in Hannover wissen

Was darf ein Oberbürgermeister eigentlich – und was darf er nicht?

Alle aktuellen HAZ-Berichte: Die Themenseite zur Wahl

Von Andreas Schinkel

Zwischen den Ihme-Brücken in Linden-Nord sorgen am Almstadtweg bald 22 neue LED-Straßenleuchten für mehr Licht in der Nacht. Das kostet die Stadt knapp 100.000 Euro. Die Bürger sollen sich so sicherer fühlen.

30.09.2019

In der Kulturhauptstadtbewerbung wird es langsam ernst, der Zoo bekommt ein neues Hoflokal und der Immobilienmarktbericht zeigt, wo Hannovers Stärken und Schwächen liegen – das und was sonst noch wichtig wird, erfahren Sie hier.

30.09.2019

Der Historiker Jens Flemming hat die Geschichte der Verlegerfamilie Madsack und des „Hannoverschen Anzeigers“ erforscht. In seinem Buch beschreibt er den Aufstieg des Unternehmens zu einem der führenden Zeitungsverlage in Deutschland – und nimmt dabei auch die NS-Zeit kritisch unter die Lupe.

30.09.2019