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Hannover Hunderte Besucher strömen am Ostersonntag in die Kirchen
Nachrichten Hannover Hunderte Besucher strömen am Ostersonntag in die Kirchen
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12:23 21.04.2019
Landesbischof Ralf Meister predigt am Ostersonntag in der Marktkirche. Quelle: Andreas Schinkel
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Hannover

An den österlichen Gottesdiensten haben am Sonntag Hunderte Gläubige teilgenommen. In der Marktkirche war kaum ein Platz auf den Bänken frei, in der Basilika St. Clemens mussten Besucher mit Stehplätzen vorlieb nehmen. Viele Familien mit Kindern wohnten den Gottesdiensten bei.

„Zeichen gegen den Todesschatten setzen“

Landesbischof Ralf Meister nimmt in seiner Predigt in der Marktkirche Bezug auf die Terroranschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka. Die lebensbejahende Osterbotschaft von Christi Auferstehung setze „ein Zeichen gegen den Todesschatten in der Welt“, sagt er. Das Einstehen für das Leben und gegen den Tod vereine die Christen seit der Antike. „Und das vereint uns auch mit Sri Lanka“, betont Meister. Ostern sei mehr als Ausflüge in die Natur, die Botschaft von der Auferstehung stelle die Wirklichkeit in ein neues Licht, sie sei ein Mittel gegen die Resignation. Auch in seine Fürbitte schließt der Landesbischof die Opfer der Anschläge ein.

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„Gott will uns aufrecht sehen“

Propst Tenge interpretiert die biblische Geschichte von der Auferstehung Jesu ähnlich. Am Ende von Schmerz und Leid stehe nicht der Tod, sondern das Leben. „Gott möchte uns nicht niedergedrückt, sondern aufrecht sehen“, predigt Tenge in der voll besetzten Basilika. Auferstehung, das bedeute für die heutigen Menschen, den Blick zu heben. „Es bedeutet, mich aufzurichten, wenn ich mich selbst nicht ertragen kann“, sagt Tenge. Nur dann gelinge es, mit anderen Menschen liebevoll umzugehen. Und so rät der Propst den Gläubigen, an diesem Ostersonntag mit offenem, strahlenden Gesicht durch den Tag zu gehen – trotz des Leids in der Welt.

Von Andreas Schinkel