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Hannover Diese Lastenräder liefern jetzt in Hannover Pakete aus
Nachrichten Hannover Diese Lastenräder liefern jetzt in Hannover Pakete aus
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13:19 12.07.2019
Auslieferer übernehmen die Ware vor Ort auf umweltfreundliche Weise – teils mit derartigen Lastenrädern. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Vor zwei Jahren haben die Stadt, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Unternehmen der Logistikbranche das Projekt Useful mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Belastungen durch den wachsenden Lieferverkehr in den Griff zu bekommen. Jetzt gibt es erste Ergebnisse, die in Linden-Nord nun schrittweise umgesetzt werden. „Wir sind einen großen Schritt weitergekommen“, sagt Stadtbaurat Uwe Bodemann.

33.000 Pakete pro Tag in Hannover

In Hannover werden im Tagesdurchschnitt etwa 33.000 Pakete zugestellt; die 16.000 Einwohner in Linden-Nord erhalten davon 1000. Das soll nun platzsparender, verkehrssicherer und mit weniger Belastungen durch Lärm und Abgase passieren. Dafür hat die Stadt mit der Posttochter DHL, DPD, Hermes, UPS und der Citipost fünf große Logistiker an Bord geholt; einige Hochschulen begleiten das auf ein Jahr mit Verlängerungsoption angelegte Projekt wissenschaftlich.

Stadtteil erhält 20 Umschlagpunkte auf Parkplätzen

Spezielle Lastenfahrräder wie dieses von UPS werden von nun an häufiger durch Linden-Nord fahren. Quelle: Tim Schaarschmidt

Eindämmen wollen die Partner vor allem das wilde Parken der Zustellerfahrzeuge in der zweiten Reihe auf der Fahrbahn, an Straßeneinmündungen, auf Fuß- und Gehwegen oder auf Grünstreifen. Dazu werden über Linden-Nord verteilt 20 Umschlagpunkte eingerichtet, die die Lieferfahrzeuge aus den Paketzentren ansteuern und dort die Ware an die Auslieferer weitergeben. Diese übernehmen den Rest der Zustellung auf umweltfreundliche Weise – teils mit Lastenrädern, teils mit Elektroautos, zu Fuß oder mit der Sackkarre.

Die Umschlagpunkte bestehen aus zehn Meter langen, markierten Parkbuchten. Dort herrscht werktags von 9 bis 17 Uhr und sonnabends von 9 bis 14 Uhr ein ausgeschildertes Halteverbot für andere Fahrzeuge. „Das ist verkraftbar, weil zu diesen Zeiten viele Anwohner unterwegs sind und der Parkdruck nicht so hoch ist“, sagt Projektleiter Tim Gerstenberger.

Vertreter der Zustellerfirmen und der Stadt demonstrieren am Freizeitheim Linden den Schulterschluss. Quelle: Tim Schaarschmidt

Auslieferung per Drohne ist nicht möglich

Die Frage, ob durch diese Maßnahme weniger Zustellerfahrzeuge unterwegs sein werden, konnte Gerstenberger nicht beantworten: „Wir hoffen das, wissen es aber nicht“. Möglich wäre dies wohl nur, wenn die Logistiker auch bei der eigentlichen Zustellung zusammenarbeiten würden oder wenn die Stadt entsprechende Regeln erließe. Beides passiert zunächst nicht. „Der Einsatz von Zustelldrohnen scheidet im innerstädtischen Verkehr aus“, sagt Rainer Kiehl, City Logistik Manager von UPS.

Die Beteiligten erwarten sich aus dem Projekt in Linden-Nord Lerneffekte für die Stadt- und Verkehrsplanung. Stellen sich positive Effekte ein, wird das Konzept auf weitere Stadtteile übertragen.

Von Bernd Haase

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