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Polizei Hannover warnt vor neuer Einbrechermasche

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19:21 27.07.2020
Die Unbekannten behaupten, die Baumwurzeln zu kontrollieren. In Wirklichkeit kundschaften sie die Nachbarschaft für potenzielle Einbrüche aus. Quelle: Daniel Maurer/dpa
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Hannover

Die Polizei Hannover mahnt zur Achtsamkeit: Unbekannte haben nichts auf Privatgrundstücken zu suchen. Möglicherweise könnten sie das Umfeld für potenzielle Einbrüche ausspionieren. Im Zweifel sollte der Notruf gewählt werden, wenn Grundstückseigentümer oder Nachbarn entsprechende verdächtige Beobachtungen machen. Grund für die Warnung ist ein Vorfall aus Kirchrode. Dort hatte ein 63-Jähriger am Sonnabend in seinem Garten einen Mann angesprochen, der angeblich die Baumwurzeln kontrollierte. Weil der Bewohner misstrauisch blieb, ergriff der Unbekannte die Flucht.

„Es finden keine Baumwurzelkontrollen statt“, betont Polizeisprecherin Heike de Boer. Das Ganze sei vielmehr eine Masche, „um beispielsweise Grundstücke und deren Begebenheiten auszukundschaften“. Anwohner sollten sich deshalb keinesfalls unter Druck setzen lassen und notfalls die 110 wählen. Der 63-Jährige am Wulfspark in Kirchrode habe genau richtig gehandelt, indem er einen Berechtigungsnachweis von dem Unbekannten sehen wollte.

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Ferienzeit ist Hochsaison für Einbrecher

Der 1,75 Meter große Mann mit Dreitagebart, blauer Jacke und Hose konnte fliehen. Das Einbruchsradar der Polizei Hannover verzeichnete mit Stand 27. Juli bereits 22 Einbrüche im Bezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode, zehn davon blieben im Versuch stecken. Gerade jetzt im Sommer sei Achtsamkeit besonders wichtig. „Einbrecher haben in den Ferien Hochsaison“, sagt de Boer.

Von Peer Hellerling